EDF-Chef plädiert für langfristige Nutzung der Kernkraft
dpa
Düsseldorf/Karlsruhe (dpa) - Der Chef des französischen Stromkonzerns EDF und Großaktionär der deutschen EnBW, Pierre Gadonneix, befürwortet eine langfristige Nutzung der Kernenergie. Gadonneix sagte dem "Handelsblatt" (Montagsausgabe), mit der kommenden vierten Reaktorgeneration, die alle Arten von Uran verarbeiten könne, sei eine Versorgungssicherheit "für Jahrtausende" gegeben.
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Nach seinen Worten ist die Sicherheitsfrage bei Kernkraftwerken gelöst: Seit 30 Jahren betreibe EDF 58 Atomkraftwerke, ohne dass es zu Zwischenfällen gekommen sei. Gleichwohl sei es schwierig, die Akzeptanz in der Bevölkerung zu erreichen, räumte Gadonneix ein. Als Großaktionär der Energie Baden-Württemberg (EnBW) tritt EDF dafür ein, bei der Abschaltung von Kernkraftwerken "irreversible Entscheidungen zu vermeiden".
Im Fall des EnBW-Atommeilers Neckarwestheim I, der noch in dieser Legislaturperiode vom Netz gehen soll, kündigte Gadonneix an: "Wir wollen versuchen, die Frist zu verlängern."
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