EDF bietet für US-Konzern Constellation
dpa
Paris (dpa) - Der französische Staatskonzern EDF kämpft um die Übernahme des US-Atomkraftkonzerns Constellation Energy, der einem Kauf durch den US-Milliardär Warren Buffet zugestimmt hat. "Alle Optionen sind offen", sagte eine EDF-Sprecherin am Montagabend der dpa in Paris. Es blieben noch drei Monate, bis die Aktionäre von Constellation über eine Übernahme befinden müssten. Von einer Übernahmeschlacht gegen Buffet wollte sie aber nicht sprechen.
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EDF, der weltgrößte Betreiber von Atomkraftwerken, will das Geschäft in den USA, Großbritannien und Südafrika vorantreiben, wo der Bau zahlreicher Kernkraftwerke geplant ist. Sein US-Partner Constellation, an dem EDF mit 9,5 Prozent beteiligt ist, wurde aber von einem starken Engagement bei der Investmentbank Lehman Brothers destabilisiert und der Aktienkurs brach ein. EDF wollte das für eine Übernahme nutzen und legte gemeinsam mit den US-Finanzinvestoren Kohlberg Kravis Roberts und TPG Capital ein Angebot vor.
Allerdings schnappt Buffet den Franzosen die Beute vor der Nase weg. Seine MidAmerican Energy Holdings einigte sich mit Constellation auf eine 4,7 Milliarden Dollar schwere Übernahme. EDF bekräftigte am Montag ihre Entschlossenheit, im US-Atomkraftmarkt zu expandieren und die Beteiligung bei Constellation oder seinen Aktionären aufzustocken. Die EDF International und ihre Partner hätten ein Angebot von 35 Dollar je Aktie vorgelegt und wollten sofort eine Milliarden in wandelbare Vorzugsaktien mit potenziell 16 Prozent investieren. MidAmerican bietet nur 26,50 Dollar je Aktie.
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