eBay: Web-Telefonie-Tochter Skype soll an Börse

dpa | 15.04.2009
Bild: Frau mit Headset vor Computerbildschirm

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San Jose - Der Online-Händler eBay will seine Internet-Telefonie-Tochter Skype an die Börse bringen. Der Gang aufs Parkett soll in der ersten Hälfte nächsten Jahres erfolgen. Mit der Trennung zieht eBay einen Schlussstrich unter eine milliardenschwere Fehlinvestition. Mit der Skype-Software können Nutzer via Internet untereinander kostenlos telefonieren sowie vergleichsweise günstig in Fest- und Mobilfunknetze.


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Skype habe nur begrenzte Synergien mit dem übrigen Konzern, sagte eBay-Chef John Donahoe einer Mitteilung vom Dienstagabend (Ortszeit) zufolge. Die Auktions- und Handelsplattform hatte Skype im Jahr 2005 für 2,6 Milliarden Dollar den beiden skandinavischen Gründern abgekauft, der Endpreis kletterte später durch Boni sogar über drei Milliarden Dollar.

Die Nutzerzahlen stiegen seither zwar rasant auf heute weltweit 405 Millionen, finanziell blieb Skype aber hinter den Erwartungen zurück. So musste eBay Milliardenabschreibungen vornehmen. Zu seinem Amtsantritt vor einem Jahr stellte Donahoe Skype auf den Prüftstand.

Die Skype-Gründer Niklas Zennström und Janus Friis wollten eben erst laut US-Medien ihre Firma zurückkaufen. Doch ihr gemeinsam mit Beteiligungsfirmen abgegebenes Milliardengebot sei eBay zu niedrig gewesen, hieß es.

Im vergangenen Jahr erzielte Skype einen Umsatz von 551 Millionen Dollar (416 Mio Euro). Damit kam Skype zwar auf ein Plus von 44 Prozent, stellte aber gerade mal sechs Prozent von eBays gesamten Konzernerlösen. Zum Ergebnis unter dem Strich gibt es keine Angaben.

eBay kämpft selbst mit der Wirtschaftskrise, hausgemachten Problemen und wachsender Konkurrenz etwa durch den weltgrößten Online-Händler Amazon. Künftig will sich der Konzern laut Donahoe auf zwei Standbeine konzentrieren: das Internet-Marktplatzgeschäft und Online-Bezahldienste (PayPal). Gerade erst verkaufte eBay daher auch die Empfehlungs-Website StumpleUpon.

Mit der Deutschen Telekom liegt Skype derzeit im Streit, weil deren Mobilfunktochter T-Mobile die Software für das iPhone-Handy wegen möglicher Überlastung sperrte. In der Branche wird als eigentlicher Grund vermutet, dass die Nutzer die Gesprächsgebühren umgehen könnten.



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