E-Plus wächst vor allem mit Billigmarken
AFP, Verivox
Düsseldorf/Den Haag (AFP) - Der Mobilfunkanbieter E-Plus ist im vergangenen Jahr vor allem durch seine Billigmarken gewachsen. 14,8 Millionen Kunden zählte der drittgrößte deutsche Mobilfunker Ende 2007, wie das Unternehmen am Dienstag in Düsseldorf mitteilte. Das sei ein Zuwachs um 2,1 Millionen Kunden oder 17 Prozent. Das stärkste Wachstum erzielte E-Plus durch seine Zweitmarken wie Base oder Simyo sowie durch Kooperationen etwa mit Discountern wie Aldi. Die Nutzer dieser Billigmarken machten zu Jahresende mit 51 Prozent schon über die Hälfte der E-Plus-Kunden aus, ein Anstieg um 74 Prozent.
Der Vertrieb über diese neuen Marken, die das Unternehmen neben seiner ursprünglichen Marke E-Plus vertreibt, brachte der Firma nach eigenen Angaben auch große Einsparungen. Durch einen hohen Grad an Verlagerung von Arbeit aus dem Unternehmen seien die Kosten für Kundengewinnung und Kundenbindung deutlich gesunken, erklärte das Unternehmen. Eine Prepaid-Karte von Simyo ist beispielsweise nur über das Internet und nicht in den E-Plus-Läden zu erhalten.
Der Gewinn vor Steuern und Abschreibungen stieg damit 2007 gegenüber dem Vorjahr auf fast das Doppelte und lag bei 437 Millionen Euro. Einen Gewinn nach Steuern weist E-Plus nicht aus, da es zum ehemaligen niederländischen Telekommunikationsmonopolisten KPN gehört. Dieser steigerte seinen Gewinn im vergangenen Jahr gegenüber 2006 um 67 Prozent auf gut 2,6 Milliarden Euro. Allein im vierten Quartal sprangen die Gewinne der E-Plus-Mutter mit knapp 4,6 Milliarden Euro auf das Dreifache der letzten drei Monate des Vorjahres. Dennoch will das Unternehmen weiter Stellen abbauen: 4500 weitere Jobs sollen bis 2010 wegfallen. Das sind 2000 mehr als bisher bekannt.
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