E-Plus verlängert Vertrag über Netzbetrieb mit Alcatel-Lucent
Mit 18 000 Funkstationen kommt E-Plus bundesweit auf eine Flächen- und Bevölkerungsabdeckung von 98 Prozent beziehungsweise 99 Prozent. Jährlich investieren die Düsseldorfer einen dreistelligen Millionenbetrag in ihr Mobilfunknetz. Die Fachzeitschrift "Connect" bescheinigte dem Unternehmen in ihrem Netztest 2007 im Oktober durch die Auslagerung relativ niedrige Netzunterhaltungskosten und günstige Tarife. Großen Nachholbedarf habe das Unternehmen, das sich derzeit als "Preisbrecher" der Branche vor allem auf Sprache und SMS konzentriert, dagegen noch mit schnellen Datenübertragungen. Diesen Bereich will das Unternehmen im kommenden Jahr massiv aufrüsten.
Mit dem Outsourcing des Netzbetriebs hatte die deutsche Tochter des niederländischen Telekom-Konzerns KPN in der Mobilfunkbranche als erster Anbieter in Deutschland neues Terrain betreten. Grasser zeigte sich überzeugt, dass künftig auch andere Betreiber diesen Weg einschlagen werden, um Kosten zu sparen. "Durch die Preisreduktion und den harten Wettbewerb ist der Kostendruck auf alle Netzbetreiber ein sehr großer", betonte der Technik-Chef. Die Auslagerung eröffne den Betreibern eine Möglichkeit, die Kosten drastisch nach unten zu bringen.
Zur Höhe der Einsparung wollte sich Grasser nicht näher äußern. Er verwies auf die Entwicklung der Marge des Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA). Bei E-Plus sei die EBITDA-Marge von Anfang 2005 bis heute von rund 20 Prozent auf knapp unter 40 Prozent hochgeschnellt. Dazu habe das Netzwerk-Outsourcing seinen Beitrag geleistet.
Branchenexperten halten Einsparungen durch das Netz-Outsourcing um bis zu 30 Prozent für möglich. Nach Angaben des Beratungsunternehmens Oliver Wyman schlägt der Netzbetrieb bei den Mobilfunkanbietern mit rund 20 Prozent der laufenden Kosten zu Buche, womit er den größten Kostenfaktor nach Marketing und Vertrieb darstellt.
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