E-Plus treibt Preis bei Auktion gewaltig hoch
Mainz - Die Auktion der Funkfrequenzen nimmt allmählich an Fahrt auf. Bislang war der Verlauf des Bietprozesses eher schleppend. Am Mittwoch jedoch forderte der Mobilfunkbetreiber E-Plus die Konkurrenten heraus, indem er die Preise für die begehrten Frequenzen im 800 Megahertz-Bereich deutlich nach oben trieb. So verdoppelten sich bis zum Mittag die Gebote für die Spektren aus der so genannten digitalen Dividende gegenüber dem Vortag.
Das umworbene Paket stammt aus frei gewordenen Frequenzen im Zuge der Umstellung des Rundfunks auf die Digitaltechnik. Die Funkfrequenzen aus diesem Bereich sollen zunächst genutzt werden, um das schnelle Internet in schwach versorgte ländliche Gebiete zu bringen. Die Unternehmen wollen sie später auch in Ballungsgebieten einsetzen.
Eineinhalb Wochen nach Auktionsstart summieren sich die Höchstgebote inzwischen auf mehr als 700 Millionen Euro. Je nach Bietverhalten könnte schon bald die Milliarden-Euro-Grenze überschritten werden. Neben E-Plus nehmen auch die Branchenführer T-Mobile, Vodafone sowie der kleine Anbieter O2 Telefónica teil.
Experten erwarten aus der Versteigerung Erlöse im einstelligen Milliarden Bereich. Derzeit sei ein Ende der Versteigerung aber noch nicht abzusehen, sagte ein Sprecher der Bundesnetzagentur. Die Auktion in Mainz ist die bislang größte Versteigerung von Funkfrequenzen in Deutschland. Mit den neuen Spektren wollen die Mobilfunkbetreiber unter anderem den Ausbau des mobilen Internets vorantreiben.
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