E-Mails: Mehr Spam mit infizierten Anhängen
Mainz - Der Anteil an Spam-Mails, die nicht nur nerven, sondern Nutzern auch gefährlich werden können, ist zuletzt deutlich größer geworden. Das haben Analysen des Unternehmens Sophos aus Mainz ergeben. Diesen zufolge enthielt im dritten Quartal dieses Jahres jede 416. weltweit versandte Mail eine schädliche Datei im Anhang. Im zweiten Quartal war das nur bei jeder 3333. Mail der Fall.
Der Anstieg sei vor allem auf einige große Malware-Spam-Attacken im Sommer zurückzuführen. Unter anderem waren gefälschte Mails verschickt worden, die angeblich vom Paketzusteller UPS kamen, heißt es. Die Versender verfolgten den Angaben nach damit Ziel, die Empfänger um Geld zu bringen oder Online-Identitäten zu kapern. Alle großen Attacken zielten auf Besitzer von Windows-PCs ab.
Immer häufiger werden potenziell schädliche Spam-Mails den Angaben zufolge über soziale Netzwerke verschickt. Den mit 18,9 Prozent größten Anteil am weltweiten Versand von Mail-Müll hatten im zurückliegenden Quartal die USA, gefolgt von Russland (8,3) und der Türkei (8,2). Der Anteil von Spam mit Absendern aus Deutschland beträgt 2,3 Prozent - im Ländervergleich bedeutet das Platz 14.
Sophos wertet laufend den weltweiten E-Mail-Verkehr aus. In erster Linie bietet das Unternehmen anderen Firmen IT-Sicherheitslösungen an.
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