E-Mail-Panne legt Bundestag lahm
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Berlin - E-Mail-Chaos im Bundestag: Eine Grünen-Abgeordnete hat am Mittwoch mit einer Antwortmail "an alle" eine Lawine losgetreten. Einige Adressaten antworteten auf den Irrläufer wiederum "an alle", so dass zwischenzeitlich tausende Inboxen von Abgeordneten, ihren Mitarbeitern, den Fraktionen und der Bundestagsverwaltung überquollen.
Auslöser war nach Angaben der Bundestagspressestelle eine Mail, in dem das Bundestags-Referat für Öffentlichkeitsarbeit am Mittwochmorgen auf ein neues sogenanntes Kürschner-Handbuch mit Informationen über die Abgeordneten hingewiesen hatte. Auf diese Mail antwortete eine Wahlkreis-Mitarbeiterin von Kotting-Uhl um 09.44 Uhr, wie deren Mitarbeiter Bastian Zimmermann sagte - versehentlich an die gesamte Verteilerliste der Ursprungsmail, darunter ein großer Teil der Bundestags-Mitarbeiter.
Allerdings habe die Kollegin damit die Welle von E-Mails nicht unmittelbar ausgelöst, unterstrich Zimmermann. Denn erst um 11.20 Uhr habe als erster ein Mitarbeiter aus einem SPD-Abgeordnetenbüro reagiert - danach sei dann die E-Mail-Lawine auf die Bundestags-Rechner niedergegangen. Innerhalb kürzester Zeit machte der Vorgang auch bei Twitter-Nutzern unter dem Stichwort #kürschnergate Furore. "Der Bundestag legt sich selbst lahm. Ich lach mich schlapp", lautete einer von zahllosen Tweets. "Spaß im Bundestag? Doch, gibt es tatsächlich", schrieb ein anderer Twitterer.
Das Bundestags-Referat IT nahm den E-Mail-Overkill schließlich am Mittwochmittag zum Anlass für den Hinweis, dass Mail-Verteiler nur für dienstliche Zwecke zu verwenden seien, wie die Bundestagspressestelle weiter mitteilte. Allerdings erfolgte auch dieser Hinweis per Rundmail. Erst am frühen Nachmittag begann sich die angespannte E-Mail-Lage im Bundestag dann wieder zu normalisieren.
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