DIW erwartet trotz größerer Freiheit auf Gasmarkt steigende Preise
dpa | 02.10.2006
Berlin (dpa) - Die seit 1. Oktober geltende größere Freiheit auf dem Gasmarkt wird den Kunden aus Sicht des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) vorerst keine Entlastungen bringen. "Der Gaspreis wird weiter steigen", sagte DIW-Energieexpertin Claudia Kemfert am Montag in Berlin. Zwar würden gesunkene Netzentgelte zu einer geringen Reduzierung führen. Die Mehrwertsteuer-Erhöhung dürfte aber dafür sorgen, dass ein durchschnittlicher Haushalt im nächsten Jahr monatlich 1,80 Euro mehr zahlen müsse.
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Seit 1. Oktober können Privat- und Industriekunden ihren Gasversorger frei wählen, was bisher kaum möglich war. Von einer Marktöffnung könne aber nicht die Rede sein, sagte Kemfert. Dies machten langfristige Lieferverträge mit den Anbieterstaaten und zwischen den Verteilunternehmen schwer möglich. Für Neuanbieter gebe es zu wenig Anreize.
Die rund 17 Millionen Gaskunden in Deutschland können von einer Vielfalt von Konkurrenzangeboten vorerst nur träumen. Stattdessen sind viele Gasbezieher von zahlreichen regionalen Versorgern zum 1. Oktober (dem Beginn des neuen Gaswirtschaftsjahres) mit weiteren Gaspreiserhöhungen konfrontiert worden.
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