Die Studie zu Kinder-Krebs in der Nähe von Atommeilern
Damit sind der Spekulation Tür und Tor geöffnet. Vermutungen einzelner Wissenschaftler reichen von negativen Auswirkungen von Hochspannungs-Leitungen bis zum Vorkommen von Pestiziden in ländlichen Räumen, wo Atommeiler oft ihre Standorte haben. Wegen der unklaren Strahlenwirkungen sollen nach den Forderungen der Fraktionen deshalb neue Ursachenerforschungen einsetzen.
Kleinkinder haben der Studie zufolge ein um 60 Prozent größeres Risiko, in der Nähe von Atomkraftwerken an Blutkrebs zu erkranken als ihre Altersgruppe in anderen Regionen. Für den Zeitraum 1980 bis 2003 wurden im Umkreis von fünf Kilometern um die 16 deutschen Werke die Erkrankung von 77 Kindern unter fünf Jahren an Krebs ermittelt, davon 37 an Leukämie. Im statistischen Durchschnitt wären nur 48 Krebs- beziehungsweise 17 Leukämiefälle zu erwarten gewesen.
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