Die Architektur der Ruhrgas-Übernahme durch E.ON

dpa | 31.01.2003
Bild: Stromleitungen



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Düsseldorf (dpa) - Die Übernahme der Ruhrgas war für den E.ON- Konzern ein höchst kompliziertes Unterfangen, dass viele kleine Schritte und Absprachen erforderte. Der Düsseldorfer Konzern setzte zunächst bei den Gesellschaften Gelsenberg AG und Bergemann GmbH an, die zusammen rund 60 Prozent der Ruhrgas-Aktien hielten. Hinter den beiden Ruhrgas-Großaktionären standen wiederum mehrere Energie- und Industriekonzerne, deren Einwilligung E.ON benötigte.

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Die vom Kartellamt untersagte und per Ministererlaubnis genehmigte Übernahme von 51 Prozent an der Gelsenberg AG vom britischen Mineralölkonzern BP war der erste grosse Schritt auf dem Weg zur Ruhrgas-Kontrolle. Gelsenberg hielt 25,5 Prozent der Ruhrgas-Anteile. Der zweite war die zunächst ebenfalls vom Kartellamt gestoppte Übernahme der Bergemann GmbH, die rund 34 Prozent an Ruhrgas hielt.

E.ON musste sich mit allen Bergemann-Anteilseigner einigen. So übernahm der Energieriese die Anteile von Vodafone (23,6 Prozent), RWE (10,1 Prozent) und ThyssenKrupp (13,3 Prozent). Mit dem Steinkohleförderer RAG (52,5 Prozent), für den die Ruhrgas- Beteiligung eine wichtige Gewinnquelle war, fädelte E.ON einen Tausch ein: Für den Ruhrgas-Anteil der RAG gaben die Düsseldorfer die Spezialchemietochter Degussa her.

Weitere wichtige Ruhrgas-Anteilseigner waren die BEB Erdgas und Erdöl GmbH (25 Prozent) und Schubert KG (15 Prozent), hinter denen im Wesentlichen die Mineralölkonzerne Shell und ExxonMobil standen.



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