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Deutschland zahlt 24 Mio Euro in Energiefonds für Entwicklungsländer

dpa | 17.11.2006
Bild: Stromleitungen


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Nairobi (dpa) - Die Bundesregierung will einen Fonds zur Förderung erneuerbarer Energien in Entwicklungsländern mit 24 Millionen Euro unterstützen. Das kündigte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) am letzten Tag der Klimakonferenz in Nairobi an. "Erneuerbare Energien setzen keine enormen Investitionen in Stromnetze voraus und sind klimafreundlich", sagte Gabriel am Freitag. Deutschland werde sich dafür einsetzen, dass aus dem Fonds auch Mikrokredite für entsprechende Projekte finanziert werden. "Damit fördern wir gleichzeitig wirtschaftliche Tätigkeit", sagte er.

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Der EU-Fonds besteht seit etwa vier Wochen und umfasst inklusive des deutschen Beitrags gut 100 Millionen Euro. Die Entwicklungsländer hätten die Initiative positiv aufgenommen, sagte Gabriel. Die Einbindung der Entwicklungsländer in den Kampf gegen den Klimawandel sei überhaupt das wichtigste Thema der zweiwöchigen Klimakonferenz.

Die Entwicklungsländer wollten nicht über Verpflichtungen zur Verringerung der Treibhausgase verhandeln. Sie forderten vielmehr von den Industrieländern, den Hauptverursachern des Klimawandels, dass diese zunächst mal ihre eigenen Verpflichtungen erfüllen. "Die Entwicklungsländer haben Anspruch auf Fairness", sagte Gabriel. Es werde nicht so schnell zu Minderungsverpflichtungen kommen, aber es müssten andere Wege gefunden werden, damit sich die ärmeren Länder ebenfalls für den Klimaschutz engagieren.

Am letzten Verhandlungstag geht es um die Formulierung eines Abschlussdokuments, das vermutlich am späten Abend vorgestellt werden wird. Mit einem großen Durchbruch wurde nicht gerechnet. Eines der wenigen konkreten Ergebnisse bisher ist die Einrichtung eines so genannten Anpassungsfonds. Damit soll Entwicklungsländern geholfen werden, sich besser auf die Auswirkungen des Klimawandels, beispielsweise Dürren und Überschwemmungen einzustellen. Die Konferenz, an der etwa 6000 Delegierte teilnehmen, hatte das Ziel gesetzt, Weichen für die Zeit nach 2012 stellen, wenn das Kyoto- Protokoll ausläuft.



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