Deutschland ist im Internet ein Entwicklungsland
Auch Stefan Keuchel, Leiter Unternehmenskommunikation bei Google Deutschland, stimmte von Blumencron zu. "Deutschland hat den Trend verschlafen", meinte er. Es fehle den Deutschen oft an Mut, denn hierzulande sei es üblich, zunächst nur die Gefahren und nicht die Chancen neuer Technologien zu erkennen. Klaus-Peter Frahm, Head of Corporate Technology bei news aktuell, schätzte die Situation etwas gemäßigter ein: Die Menschen in Deutschland näherten sich einer Technologie, die es schon lange gebe, langsam an.
Für Lars-Christian Cords, Partner bei der Agentur fischerAppelt Kommunikation, sind Weblogs "ein Hype um das goldene Kalb". Schließlich würden nur Inhalte aus Blogs wirklich wahrgenommen, "die den Sprung in die reale Medienwelt schaffen". Nur wenige Blogger seien heute relevant. "Im Rahmen der Unternehmenskommunikation sollte man diese allerdings beoachten", riet Cords. Die Einführung eines Corporate Blogs könne er seinen Kunden wegen des hohen Zeitaufwands, der damit verbunden sei, nicht empfehlen. Philip Graf Dönhoff, Geschäftsführer der Netzeitung, riet den Unternehmen, eine kontinuierliche Plattform zu schaffen, die authentisch sein müsse. "Man darf sich auf keinen Fall bei seinen Kunden anbiedern", meinte Graf Dönhoff.
Weitere Nachrichten vom 20.09.2006
- GSM-Handynetze der vier großen Anbieter im Test
- Studie zu Atomendlager untersucht Lagermöglichkeiten im Donautal
- Ölpreis fällt auf tiefsten Stand seit Mitte März
- Presse: BenQ will Handy-Produktion verkaufen
- Gabriel will Biosprit-Anteile erhöhen
- Disney verkaufte online Filme für eine Million Dollar in einer Woche
- Studien: Windenergie dämpft Strompreisanstieg

