Deutsches Atomforum will Dialog über Neubewertung der Kernenergie
Während der Präsident im Congress Centrum (CCH) vor mehr als 1200 Atom-Experten aus über 20 Nationen für die weitere Nutzung der Kernenergie warb, protestierten vor dem CCH Umweltaktivisten gegen die Atomwirtschaft.
Scharfe Kritik übte Hohlefelder am bestehenden Forschungsverbot bei der Reaktorneuentwicklung. "Für eine Technologie- und Industrienation wie Deutschland ist eine solche Politik - eine Politik der Denkverbote - inakzeptabel." Weltweit werde an neuen Reaktorkonzepten mit noch besseren Sicherheitseigenschaften gearbeitet, höherer Effizienz und weniger radioaktiven Abfällen, nur nicht unter Beteiligung Deutschlands, kritisierte Hohlefelder.
Nachdrücklich warnte er vor einer drohenden Stromlücke, die umso gravierender werde, je mehr neben der Atomenergie auch die Kohle verteufelt werde. "Über Jahre wurde eine Stimmung geschaffen, die darauf abzielt, nun auch der Kohle jegliche Akzeptanz zu nehmen."
Bis Donnerstag wollen die Atomexperten aus dem In- und Ausland im CCH über die Zukunft der Kerntechnik beraten. Das boomende Asien mit wachsender Wirtschaft und steigendem Energiebedarf steht dabei im Mittelpunkt der Tagung. Außerdem geht es um Themen wie Stilllegungen von Atomkraftwerken und Entsorgungsprobleme.
Weitere Nachrichten vom 27.05.2008
- Sarkozy will Mehrwertsteuer auf Benzin EU-weit deckeln
- Euro-Parlamentarier haben Bedenken bei Ostsee-Pipeline
- Energieexperten: Gaspreise werden weiter deutlich steigen
- EU will Verwendung eines neuen Internet-Protokolls vorantreiben
- Nordex-Chef Richterich: Nordex wird internationaler Konzern
- Preiserhöhungen der Versorger wirken sich auf Gastankstellen aus
- Bundeskartellamt genehmigt Debitel-Übernahme durch Freenet
- EU will bei Verhandlungen mit Russland mehr Energiesicherheit
- Union will Solarenergie ausbremsen – Solarbranche alarmiert
- Widerstand bei SPD und FDP gegen mögliche Gaspreiserhöhungen
- Vodafone mit deutlicher Gewinnsteigerung - Chef tritt dennoch zurück
- E.ON Ruhrgas mit Ergebnisanstieg - Gaspreise steigen weiter
- Google-Chef zählt auf mobiles Internet: Umsatzschub durch Handy-Werbung
- Über 100 Gasversorger erhöhen Gaspreise um bis zu 17 Prozent
- Zeitung: EU-Parlament für Deckelung von Strompreisen in Krisenzeiten
- Shell pumpt Milliarden in nigerianische Ölindustrie
- US-Öl kostet weiter mehr als 133 US-Dollar

