Deutsche Telekom mit stabilem Ergebnis im Auftaktquartal

dpa, Verivox | 06.05.2008
Bild: Telefon mit Wahltasten



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Bonn (dpa-AFX) - Die Deutsche Telekom hat nach Ansicht von Experten im Auftaktquartal ihr Ergebnis stabilisiert. Die von dpa-AFX befragten Analysten rechnen im Durchschnitt mit einem bereinigten Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) in Höhe von 4,65 Milliarden Euro. Ein Jahr zuvor waren es 4,68 Milliarden Euro. Der Bonner Konzern will am Donnerstag (8.5.) vor Eröffnung der Börsen seine Bilanz für die Monate Januar bis März vorlegen. Für den Nachmittag ist eine Telefonkonferenz für Investoren geplant.

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Der Umsatz sank der Umfrage zufolge von 15,45 Milliarden auf 15,14 Milliarden Euro, während der Überschuss von 459 Millionen auf 645 Millionen Euro zulegte. Zum Gewinnplus trug vor allem der Verkauf von Media&Broadcast, der nach Einschätzung der Commerzbank einen Buchgewinn von 300 Millionen Euro einbrachte. Die Deutsche Telekom steht auf ihrem Heimatmarkt massiv unter Druck, was sich im Umsatzrückgang niederschlägt. Zuwächse bringt alleine das ausländische Mobilfunkgeschäft mit der Tochter T-Mobile USA.

Die Stabilisierung beim operativen Ergebnis hängt mit einem rigiden Sparprogramm zusammen, dass bis zum Ende der Dekade Einsparungen von rund fünf Milliarden Euro vorsieht. Dieses sieht auch den Abbau von Arbeitsplätzen vor. Zuletzt mehrten sich die Zeichen, dass die Telekom dabei auch verstärkt auf betriebsbedingte Kündigungen setzt.

Im Fokus der Bilanzvorlage steht der Akquisitionskurs, den Vorstandschef René Obermann eingeschlagen hat. Neben einem bereits vereinbarten Einstieg bei der griechischen OTE prüft die Telekom nach Angaben aus Konzernkreisen einen Erwerb oder eine Beteiligung an dem amerikanischen Mobilfunkanbieter Sprint Nextel. Bei einer Komplettübernahme würde die Telekom zum größten Handy-Anbieter der Vereinigten Staaten werden. Die Unternehmen äußern sich nicht dazu.

Eine Änderung der Prognose für das laufende Geschäftsjahr erwarten die Experten nicht. Telekom-Chef Obermann hatte zuletzt ein EBITDA von 19,3 Milliarden Euro in Aussicht gestellt.



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