Deutsche Studenten gewinnen Preise bei "solarem Zehnkampf"
Madrid/Berlin - Studenten aus Rosenheim und Stuttgart haben den zweiten und dritten Platz bei einem Wettbewerb zum Bau von Solarhäusern in Spanien gewonnen. Die Hochschulteams hätten damit die Vorreiterrolle Deutschlands auf dem Gebiet moderner Energietechnologie bestätigt, sagte Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) am Montag im Ramhen seiner Gratulation. Den ersten Platz machte ein Studententeam aus den USA.
Beim "solaren Zehnkampf" mussten die Studenten binnen zehn Tagen "echte, nachhaltige, selbstversorgende und komfortable Häuser" bauen, die ausschließlich mit Solarenergie versorgt werden. Eine Jury aus Architekten und Solarexperten bewertete die Bauten nach verschiedenen Disziplinen wie Architektur, Planung, Konstruktion, Raumkomfort und Vermarktungschancen.
Aus Deutschland waren auch Teams der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin und der Bergischen Universität Wuppertal am Start. Sie konkurrierten mit Mannschaften aus Spanien, Frankreich, China, Großbritannien und Finnland - insgesamt machten 17 Teams mit. Das Bundeswirtschaftsministerium förderte die deutschen Hochschulprojekte nach eigenen Angaben mit 1,8 Millionen Euro.
Der Solar Decathlon wurde in diesem Jahr erstmals in Europa ausgetragen, gefördert vom spanischen Wohnungsbauministerium. Er wird vom US-Energieministerium veranstaltet und fand bislang viermal in den USA statt. Gebaut wurden die Solarhäuser auf einem Gelände am Ufer des Rio Manzanares gegenüber dem Spanischen Königspalast. 190.000 Menschen besuchten das "Solardorf". Der erste Preis ging an Studenten der Virginia Polytechnic Institute and State University für ihr "Lumenhaus". Es war nach Ansicht der Juroren das effizienteste Gebäude. Lumen ist das lateinische Wort für Licht.
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