Deutsche Solarindustrie verliert Anschluss an Weltmarkt
Frankfurt/Main - Die deutsche Solarbranche verliert laut einer Studie weltweit an Bedeutung. 2009 hätten die deutschen Hersteller am Gesamtumsatz mit Solarprodukten rund um den Globus nur noch einen Anteil von 31 Prozent gehabt. Das teilte die Beratungsgesellschaft PRTM am Freitag in Frankfurt am Main mit. 2006 wurde noch mehr als die Hälfte (53 Prozent) des Umsatzes auf dem weltweiten Solarmarkt von deutschen Unternehmen erwirtschaftet. Grund für den schwindenden Marktanteil der deutschen Hersteller sei, dass sich diese nicht rasch genug auf die sinkenden Preise für Solarzellen eingestellt hätten.
Günstigere Hersteller aus China und den USA hätten ihre Marktstellung zwischen 2006 und 2009 dagegen deutlich ausweiten können, teilte PRTM mit. So sei der Umsatzanteil der chinesischen Hersteller von rund einem Fünftel (21 Prozent) auf gut ein Drittel (32 Prozent) gestiegen, bei den US-Solarunternehmen von neun Prozent auf 21 Prozent.
Auch seien immer weniger deutsche Solarunternehmen unter den gemessen am Börsenwert wichtigsten Konzernen vertreten, teilte PRTM mit. Seien 2006 noch sechs deutsche Hersteller unter den bedeutendsten zehn Produzenten vertreten gewesen, seien es vergangenes Jahr nur noch drei Anbieter gewesen. Dagegen gehörten mittlerweile vier chinesische und zwei US-Unternehmen zur Gruppe der wichtigsten zehn Hersteller.
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