Dena setzt sich für einheitliche Förderung regenerativer Energien ein
Berlin - Die Deutsche Energie-Agentur (Dena) setzt sich für ein einheitliches europäisches Fördersystem für erneuerbare Energien ein. Dena-Chef Stephan Kohler sagte der "Berliner Zeitung" (Mittwochausgabe) laut Vorabbericht: "Ansonsten besteht die Gefahr, dass wir mit sehr hohen Kosten für die Verbraucher den Ökostromanteil ausbauen, aber anderswo der Strom verbraucht wird und wir dafür sogar teils noch draufzahlen."
Kohler nannte als Beispiel den 3. Oktober des vergangenen Jahres. Aufgrund sehr kräftiger Winde über Deutschland habe die Produktion der Windmühlen den Bedarf überschritten. Deutsche Energiekonzerne, die den Ökostrom abnehmen und vermarkten müssen, zahlten laut Kohler zeitweise 1600 Euro pro Megawatt, um den überflüssigen Strom ins Ausland loszuwerden. Kohler sagte weiter: "Das EEG, das Erneuerbare Energien-Gesetz, mit dem in Deutschland gefördert wird, ist sehr verlässlich und hochattraktiv. Es darf aber nicht passieren, dass unsere Verbraucher für Ökostrom viel Geld zahlen, der Strom dann aber häufig gratis ins Ausland fließt." Die Stromkunden bezahlten die Differenz zwischen der Förderung - bei Wind seien es rund acht Cent pro Kilowattstunde - und dem Marktpreis. Deshalb müsse die Ökostromförderung in Europa vereinheitlicht werden, damit überall unter ähnlichen Bedingungen Öko-Kraftwerke gebaut würden.
Die Dena gehört zur Hälfte dem Bund, zur anderen Hälfte der staatlichen KfW, der Allianz, der Deutschen Bank und der DZ Bank.
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