Delegierte müssen auf Konferenz CO2 selbst ausgleichen
Kopenhagen - Mehr als 15 000 Menschen auf dem Klimagipfel in Kopenhagen verursachen mindestens 40 500 Tonnen Kohlendioxid. Um das auszugleichen, müssen nun die Delegierten mitarbeiten: Sie wurden dazu aufgerufen, Leitungswasser zu trinken, damit nicht so viele Plastikflaschen verbraucht werden. Selbstverständlich sollten sie öffentliche Verkehrsmittel und eins der 200 Leihfahrräder benutzen. Da das noch nicht reicht, hat sich Dänemark verpflichtet, 700 000 Euro für ein Klimaschutzprojekt in Dhaka auszugeben. Dort sollen 20 alte Ziegelöfen durch energieeffiziente Öfen ersetzt werden. Das werde mit einer Einsparung von 50 000 Tonnen Kohlendioxid Jahr um Jahr die Gipfel-Emissionen neutralisieren.
Ungewöhnlicher Medienappell: Über 50 Zeitungen in mehr als 40 Ländern in Europa, Asien, Afrika und Amerika haben am Montag in einem gemeinsamen Kommentar einen Aufruf an die Staats- und Regierungschefs gerichtet, alles zur Rettung des Klimas zu unternehmen. "In Kopenhagen werden Politiker die Macht haben, das Urteil der Geschichte über ihre Generation zu prägen: einer Generation, die entweder die Herausforderung angenommen hat und an ihr gewachsen ist oder einer, welche das Übel hat kommen sehen und nicht gehandelt hat", heißt es darin.
Eine schmelzende Meerjungfrau aus Eis hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) vor das Konferenzzentrum Bella Center in Kopenhagen gestellt. Vor dem schmelzenden Abbild des Kopenhagener Wahrzeichens demonstrierten BUND-Aktivisten für ein wirksames Klimaschutzabkommen.
Weitere Nachrichten vom 07.12.2009
- Telekom-Vorstand Akhavan verlässt Telekom
- Freundschaftsanfragen nur von Freunden akzeptieren
- Offshore-Netze: Nordseeanrainer-Staaten arbeiten zusammen
- Spezialbeton soll Atommülllager Asse sicher machen
- Telekom will nach Datenklau neue Kundennummern ausgeben
- Bundesnetzagentur regelt Zugang zum Telekom-Glasfasernetz
- Verivox Adventskalender: Energiespartipps vom 4.-6.12.2009
- Neue EU-Energieagentur soll 2011 in Slowenien ihre Arbeit aufnehmen
- UNEP-Chef hofft auf Durchbruch beim Kopenhagen-Gipfel
- Telekom rechnet mit drastischen Einbußen im traditionellen Telefongeschäft
- Japan will Solarenergie aus dem All sammeln
- Ölpreise zum Wochenbeginn leicht gestiegen

