Datenschutzbestimmungen greifen jetzt auch bei Facebook
- Facebook verzeichnet in Deutschland bereits 7,5 Millionen Nutzer
- Gefälschte Virenwarnung verstärkt über Facebook verbreitet
- Facebook blockiert "Suicide Machine" zur Löschung der Profile
- US-Datenschützer reichen Beschwerde gegen Facebook ein
- Facebook ermöglicht Nutzern Kontrolle über Privatsphäre
- Facebook kündigt besseren Schutz der Privatsphäre an
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Berlin - Ab sofort kann auch in Deutschland gegen Datenschutzverletzungen des Online-Netzwerks Facebook rechtlich vorgegangen werden. Seit das Unternehmen eine Niederlassung in Hamburg eröffnet habe, sei es dazu verpflichtet, das deutsche Recht zu beachten, sagte der Datenschutzbeauftragte der Bundesregierung, Peter Schaar, am Samstag im Deutschlandradio Kultur.
Laut Schaar ermöglichen die Nutzer Facebook den Zugriff auf die Adressverzeichnisse ihres Computers, oft ohne es zu wissen. Doch bislang habe es kaum rechtliche Möglichkeiten gegeben, deutsche Facebook-Nutzer vor einer unerwünschten Verwendung ihrer Daten - dem so genannten Synchronisieren - zu schützen. Nun aber "gibt es überhaupt keinen Zweifel, dass deutsches Datenschutzrecht anzuwenden ist", sagte Schaar.
Nach Ansicht des Datenschützers wird es allerdings "aller Erfahrung nach keine ganz einfache Aufgabe werden, Facebook dazu zu bringen, bestimmte Geschäftsbedingungen zu überarbeiten und Praktiken einzustellen oder zu verändern". Das US-Unternehmen habe sich bislang auch in Europa "nur um ihr amerikanisches Recht" gekümmert. Auch mit Google habe man auf europäischer Ebene lange diskutieren müssen, obwohl die Firma bereits mit Niederlassungen in Europa vertreten sei.
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