Datenschutz: Kleingedrucktes beachten

dpa | 02.01.2012
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Berlin - Die Voreinstellungen von Smartphones und Internet-Diensten sind meist alles andere als datenschutzfreundlich. Verbraucher können nicht davon ausgehen, dass ihre Daten auf dem Gerät oder im Nutzerkonto absolut sicher sind. Oft müssen sie zuvor das Kleingedruckte studieren.


Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar hat sich nun für datenschutzfreundliche Voreinstellungen bei Smartphones und Internet-Diensten ausgesprochen. Die Unternehmen müssten verpflichtet werden, ihre Produkte dahingehend weiterzuentwickeln, sagte Schaar der Nachrichtenagentur dpa. "Gesetzliche Vorgaben könnten dafür sorgen, dass Produkte und Dienste so auf den Markt kommen, dass man ihnen vertrauen kann. Aber auch Datenschutzsiegel könnten hier sehr hilfreich sein", sagte er.

Wer einen Dienst im Internet abonniere, in einem sozialen Netzwerk Mitglied werde oder Smartphones kaufe, müsse sich sicher sein können, dass diese Systeme werksseitig so eingestellt seien, dass man nicht überwacht werde ("privacy by default"). "Davon sind wir derzeit weiter entfernt denn je", meinte Schaar. Beispielsweise war im Frühjahr dieses Jahres bekanntgeworden, dass Apple-iPhones die Aufenthaltsorte der Nutzer fortlaufend speichern.

Keinen "Spion" ins Haus holen

Schaar sagte: "Bei jedem Bohrer, den man im Baumarkt kauft, muss gewährleistet sein, dass er elektrisch sicher ist. Bei einem Auto müssen die Airbags funktionieren. Aber im Internet haben wir so etwas noch nicht." Datenschutz müsse aber für den Menschen, der keine Lust und Zeit habe, sich mit dem Kleingedruckten zu beschäftigen, handhabbar und vertrauenswürdig sein.

Die Anforderungen an Datenschutz und IT-Sicherheit müssten von vornherein von den Herstellern berücksichtigt werden. "Bei intelligenten Stromzählern sind wie zum Beispiel schon ziemlich weit", meinte Schaar. Da könne der Nutzer sich künftig sicher sein, dass er sich keinen "Spion" ins Haus holen. "Daran haben wir schwer, aber erfolgreich zusammen mit der Wirtschaft und dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik gearbeitet."



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