CO2-Gebäudesanierung soll um die Hälfte gekürzt werden

AFP | 10.06.2010
Bild: Hausmodelle auf Bauplänen

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Berlin/Frankfurt - Das erfolgreiche CO2-Gebäudesanierungsprogramm soll nach Informationen von SPD und der Gewerkschaft Bauen Agra Umwelt (IG BAU) im Zuge des Sparprogramms der Bundesregierung in den kommenden Jahren um 50 Prozent gekürzt werden. Der Bundesbauminister Peter Ramsauer (CSU) habe dies im Ausschuss für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung angekündigt, erklärte der SPD-Abgeordnete Sören Bartol am Donnerstag.


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Laut IG BAU soll das Programm sogar um mehr als das auf ein Volumen von rund 400 Millionen jährlich schrumpfen. In diesem Jahr sind für das Sanierungsprogramm 1,5 Milliarden Euro eingeplant. "Wer die CO2-Gebäudesanierung um mehr als zwei Drittel kappt, der leistet den umweltpolitischen Offenbarungseid", erklärte IG-BAU-Chef Klaus Wiesehügel in Frankfurt am Main.

Gleichzeitig sei dies ein "Bugschuss" für die Beschäftigung im Handwerk und für den Mittelstand insgesamt. Er forderte die Bundesregierung auf, diesen Sparplan unverzüglich auf Eis zu legen. Drei von vier Wohnungen in Deutschland sind laut IG BAU energetisch sanierungsbedürftig. Das seien 29 Millionen Wohnungen.

Dazu kämen 150.000 Kindergärten und Schulen, die umweltgerecht saniert werden müssten. Ein Förder-Euro ziehe zudem ein Vielfaches an privater Investition nach sich, erklärte Wiesehügel. Notwendig sei daher eher eine Aufstockung als eine Kürzung.

Mit dem Programm fördert die Regierung über die KfW-Bank energiesparende Neubauten oder Renovierungen. Das Programm "Energieeffizient Sanieren" gewährt Darlehen von bis zu 75.000 Euro je Wohneinheit, das Programm "Energieeffizient Bauen" bis zu 50.000 Euro. In beiden Fällen erhalten Hausbesitzer oder Bauherren vergleichsweise günstige Konditionen. Sie müssen im Gegenzug für das Darlehen bestimmte Richtwerte zum Energiebedarf des Hauses oder der Wohnung einhalten.

Das Programm war im vergangenen Jahr so erfolgreich, dass die Mittel bereits im Sommer aufgebraucht waren. Die für 2009 eingeplanten 1,5 Milliarden Euro wurden daher auf 2,2 Milliarden Euro erhöht.



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