CO2-Fresser passen sich erhöhtem Kohlendioxid-Gehalt im Meer an
Der Ozean ist der größte Speicher des vom Menschen verursachten CO2-Ausstoßes. Die Weltmeere haben bisher etwa 50 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen geschluckt, ein Großteil ist im Wasser gelöst. Die natürliche Hilfe beim Klimaschutz birgt nach Angaben der Meeresbiologen aber große Risiken für Meeresökosysteme. Wenn die Mikroorganismen mehr Kohlendioxid aufnehmen, würden die absinkenden Lebewesen zugleich die Versauerung der tiefen Ozeane beschleunigen. Die absinkende Biomasse verbrauche bei ihrem Abbau zudem den für alle Lebewesen im Meer lebenswichtigen Sauerstoff. "In sauerstoffarmen Ozeanen kann Leben bis auf Bakterien kaum existieren", erklärte Riebesell.
Kleinkrebse, die mit den Kohlenstoff-gesättigten Mikroalgen gefüttert wurden, zeigten eine geringere Wachstumsrate und pflanzten sich nicht mehr so stark fort. "Das ist so, als wenn ein Mensch statt Salat auf einmal fette Hamburger isst", erläuterte Riebesell.
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