CO2-Abbau: Gabriel fordert stärkeres Engagement der Länder
dpa
Lichtenfels (dpa) - Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) hat Länder und Gemeinden zu mehr Unterstützung beim Abbau der klimaschädlichen Kohlendioxid-Emissionen aufgefordert. Der Bund alleine schaffe es nicht, bis zum Jahr 2020 die CO2-Emissionen im Vergleich zu 1990 um 40 Prozent zu reduzieren, sagte Gabriel am Dienstag bei der Klausurtagung der SPD-Landtagsfraktion in Lichtenfels. Der bayerischen CSU-Landesregierung hielt er vor, beim Thema Klimaschutz eher ein Bremser zu sein.
Im Bereich der erneuerbaren Energien seien in den vergangenen Jahren 200 000 neue Arbeitsplätze geschaffen worden. "Das ist eine echte Erfolgsstory", sagte der Bundesumweltminister. Die Zahl der Arbeitsplätze in diesem Sektor werde sich in den kommenden Jahren verdoppeln. Bayern habe gute Voraussetzungen und exzellente Fachleute, um von dieser Entwicklung zu profitieren.
Am Ausstieg aus der Atomenergie gebe es keine Zweifel. Auch die CSU habe den Koalitionsvertrag unterschrieben, sagte Gabriel. Wenn die CSU an der Atomkraft festhalten wolle, müsse sie auch sagen, wo es in Bayern Endlager für radioaktive Abfälle geben könne. Viel sinnvoller sei eine Diskussion über den Schutz der deutschen Atomkraftwerke vor terroristischen Anschlägen. Einige seien dagegen sehr gut geschützt, andere dagegen weniger. Diese Atomkraftwerke sollten laut Gabriel bald abgeschaltet werden.
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