Claassens Gehalt: Grüne legen EnBW-Kunden Anbieterwechsel nahe

dpa | 23.04.2005
Bild: Stromleitungen



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Stuttgart/Karlsruhe (dpa) - Der Streit um das Millionengehalt von EnBW-Chef Utz Claassen spitzt sich wenige Tage vor der Hauptversammlung des Konzerns am kommenden Freitag zu. Die Grünen im Stuttgarter Landtag legen den fünf Millionen Kunden der Energie Baden-Württemberg (EnBW) in Karlsruhe angesichts des umstrittenen Salärs einen Anbieter-Wechsel nahe. Auch die Verbraucher hätten eine Möglichkeit zur Reaktion, sagte der umweltpolitische Sprecher der Fraktion, Boris Palmer, den "Stuttgarter Nachrichten" (Samstag). "Wem die Einkünfte von Herrn Claassen zu hoch sind, der kann sich ja einen anderen Anbieter suchen."

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Palmer sagte weiter, es passe schlecht zusammen, dass Claassen mit 4,2 Millionen Euro für das Jahr 2004 eines der höchsten Managergehälter beziehe "und wir zugleich in Baden-Württemberg trotz der billigen Atomkraftwerke den höchsten Strompreis haben". Wenn Claassen sein Geld wert wäre, "müsste der Strom im Land günstiger sein", sagte er. Dem neuen Ministerpräsidenten Günther Oettinger (CDU) warf der Grünen-Politiker vor, Energiepolitik ausschliesslich zu Gunsten der EnBW zu machen. "Besser wäre es, man würde die Stadtwerke stärken", urteilte Palmer.


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