Claassen vom Korruptionsvorwurf in WM-Ticketaffäre freigesprochen

dpa
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Karlsruhe (dpa) - Der frühere EnBW-Chef Utz Claassen ist von sämtlichen Korruptionsvorwürfen wegen der WM-Ticketaffäre freigesprochen worden. Nach einem Urteil des Landgerichts Karlsruhe vom Mittwoch war die Versendung von Ticketgutscheinen für die Fußball-WM 2006 an sieben Politiker keine strafbare Vorteilsgewährung.

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Nach Auffassung des Gerichts sind die sechs eingeladenen Mitglieder der baden-württembergischen Landesregierung sowie Matthias Machnig, Staatssekretär im Bundesumweltministerium, als Repräsentanten von Bundes- und Landesregierung im Rahmen des WM-Sponsoring-Konzepts von EnBW eingeladen worden. "In der Einladung durch einen Sponsor zu öffentlichen Veranstaltungen ist grundsätzlich keine Vorteilsgewährung zu sehen", sagte der Vorsitzende Richter Hans Fischer.

Die Staatsanwaltschaft hatte die Einladungen, die Claassen mit der Weihnachtspost 2005 verschickt hatte, als strafbare "Klimapflege" eingestuft. Denn die beschenkten Politiker hätten zum Beispiel bei der Atomaufsicht und beim Emissionshandel dienstlich mit den Geschäften des Karlsruher Energiekonzerns EnBW zu tun. Die Staatsanwaltschaft prüft, ob sie Revision beim Bundesgerichtshof einlegen wird.



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