China sorgt für erneute Rekordwerte beim globalen CO2-Ausstoß
Ispra - Dank der Wirtschaftskrise und eines milden Winters sank der CO2-Ausstoß 2011 in der EU, den USA und Japan. Doch China macht alle Einsparungen zunichte: Insgesamt stiegen die Emissionen weltweit um drei Prozent.
Der weltweite Ausstoß des klimaschädlichen Gases Kohlenstoffdioxid erreicht Rekordniveau: Insgesamt 34 Milliarden Tonnen CO2 gelangten im vergangenen Jahr in die Erdatmosphäre. Das geht aus dem aktuellen Jahresbericht der Forschungsabteilung der EU-Kommission und des niederländischen Umweltforschungsinstituts PBL hervor, der am Mittwoch im italienischen Ispra veröffentlicht wurde. Pro Kopf gerechnet verursachen die Chinesen danach genauso viel CO2 wie die Europäer.
Um drei Prozent ist der CO2-Ausstoß dem Bericht zufolge 2011 gestiegen. Dabei sank der Wert zwar in den Industrieländern der Europäischen Union um drei Prozent und in den USA sowie Japan um zwei Prozent. Grund war nach Ansicht der Autoren die Wirtschaftskrise, ein milder Winter und ein durch hohe Ölpreise ausgelöster geringerer Energieverbrauch.
Jedoch nahmen die Emissionen in China durch einen Bauboom bei Infrastruktur und Gebäuden um neun Prozent zu. Die wachsende Zement- und Stahlproduktion werde in China mit Kohle befeuert. Indien legte bei der Kohlenstoffdioxidmenge um sechs Prozent zu. Einen Hoffnungsschimmer sehen die Experten allerdings: Der Anteil erneuerbarer Energie vor allem aus Sonne, Wind und Biokraftstoffen an der Energieerzeugung habe sich zwischen 1992 und 2011 vervierfacht.
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