China dementiert Hackerangriffe auf ausländische Regierungscomputer
dpa
Peking (AFP) - China hat am Donnerstag bestritten, dass seine Armee gezielte Hackerangriffe auf die Computernetzwerke ausländischer Regierungen verübt. Eine Sprecherin des chinesischen Verteidigungsministeriums nannte die Vorwürfe "haltlos und unverantwortlich". Die chinesische Regierung lehne jede Art von Cyberkriminalität ab. "Wir haben diesbezüglich eindeutige Gesetze und Vorschriften", so die Sprecherin. Die Zeitungen "The Times" und "The Independent" hatten unter Berufung auf eine Regierungsquelle berichtet, dass chinesische Hacker in das Computersystem der britischen Regierung eingedrungen seien.
China wird in jüngster Zeit immer häufiger vorgeworfen, sich unerlaubten Zugang zu den Informationsysstemen der Regierungen anderer Länder zu verschaffen oder diese Systeme zu beeinträchtigen. Das US-Verteidigungsministerium bestätigte am Dienstag, dass verschiedene Nationen und Gruppen versucht hätten, das US- Militärnetzwerk zu knacken. Die Zeitung "Financial Times" hatte zuvor von erfolgreichen Hackerangriffen der chinesischen Armee auf das Pentagon berichtet. In Deutschland hat es laut "Spiegel" ebenfalls Attacken auf Regierungsrechner gegeben. Demnach wurden zahlreiche Computer in Bundesministerien mit Spionageprogrammen aus China infiziert. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sprach das Thema bei ihrem Besuch in der vergangenen Woche in China an.
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