Chef des Nabucco-Konsortiums dementiert Oettingers Aussage zum Zeitplan
Wien - Die von der Europäischen Union mitgeplante Erdgasleitung Nabucco soll nun doch wie geplant 2014 in Betrieb gehen. Der Chef des Nabucco-Konsortiums, Reinhard Mitschek, dementierte am Donnerstag Aussagen des EU-Energiekommissars Günther Oettinger. Dieser hatte zuvor der "Süddeutschen Zeitung" gesagt, das erste Erdgas werde frühestens im Jahr 2018 strömen. "Wir planen weiterhin, mit dem Bau Ende 2011 zu beginnen, und wir erwarten, dass das erste Gas Ende 2014 fließen wird", sagte Mitschek.
Einer Mitteilung zufolge wird die Pipeline-Kapazität schrittweise ausgebaut. Die maximale Kapazität werde voraussichtlich im Jahr 2018 erreicht, hieß es. Es gebe keine Hinweise darauf, dass der derzeitige Zeitplan nicht eingehalten werden könne.
Oettinger hatte zuvor erklärt, die Planungen für die Pipeline, die Gas aus Zentralasien nach Europa transportieren und damit die Abhängigkeit der Europäer von russischen Lieferungen verringern soll, seien noch nicht angeschlossen. "Ich hoffe, wir werden 2010 den endgültigen Beschluss fassen, die Leitung zu bauen", sagte der deutsche Kommissar.
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