CeBIT 2006: Neuer Breitband-Report

Verivox | 08.03.2006
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Der deutsche Breitband-Markt ist in heftiger Bewegung. Und er wächst rasant. Jeder zweite befragte DSL-Nutzer ist bereit, seinen Anbieter in den kommenden zwölf Monaten zu wechseln. Und fast vierzig Prozent derer, die noch keinen privaten DSL-Anschluss haben, wollen sich einen solchen in den nächsten zwölf Monaten anschaffen. Dies sind Ergebnisse des Breitband-Reports 2006, den CHIP Xonio Online (CXO) jetzt vorgelegt hat. Der Report basiert auf der Befragung von 7.776 Besuchern.

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Das ist selbst für die Telekommunikationsbranche ein Novum: Noch ehe der DSL-Markt auch nur annähernd gesättigt ist, hat bereits ein massiver Preiskampf und Verdrängungswettbewerb eingesetzt. Dies hat zur Folge, dass jeder zweite befragte DSL-Nutzer bereit ist, seinen Anbieter in den kommenden zwölf Monaten zu wechseln, in der Mehrzahl (71 Prozent der Wechselwilligen) aufgrund günstigerer Angebote bei der Konkurrenz.

Zu diesem Wechselpotenzial, das bereits in diesem relativ frühen Marktstadium den Verdrängungswettbewerb anheizt, kommt ein erhebliches Neukundenpotenzial: Deutlich mehr als jeder dritte Befragte (38,9 Prozent), der noch keinen privaten DSL-Anschluss hat, plant in den nächsten zwölf Monaten, sich einen solchen anzuschaffen. Dabei sind 22,8 Prozent der potenziellen Neukunden unter den Befragten noch unentschlossen, bei welchem Anbieter sie abschließen wollen.

T-Online verliert Marktanteile

Die mit Abstand beliebtesten Anbieter unter den Umfrageteilnehmern sind 1&1 mit 26,4 Prozent und T-Online mit 25,2 Prozent der Nennungen, gefolgt von Arcor mit 12,3 Prozent und Congster (5,2 Prozent). Auf den Rängen 5 bis 7 folgen Freenet, GMX, AOL und Versatel.

Auffällig sind die Verschiebungen der Marktanteile gegenüber dem Vorjahr: So büßte die Telekom-Tochter T-Online zwölf Prozentpunkte ein - im Vorjahr lag ihr Marktanteil noch bei 37 Prozent, 2004 sogar noch bei 51 Prozent. Die großen Gewinner dieser Entwicklung sind 1&1 mit einem Plus von neun Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr und Arcor (plus vier Prozentpunkte).

Die Renner: Flatrates und Internet-Telefonie

Schon heute surfen 85,1 Prozent der Befragten mit Flatrates, im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 52 Prozent. Für ihren Internetzugang geben 29,5 Prozent der Umfrage-Teilnehmer zwischen 25 und 30 Euro im Monat aus, weitere 31,1 Prozent liegen sogar darüber. Diese Kosten relativieren sich allerdings durch die vergleichsweise intensive Nutzung der Internet-Telefonie. So geben 37,1 Prozent der Befragten an, schon heute übers Web zu telefonieren, 54 Prozent davon nutzen diese Möglichkeit nach eigenen Angaben mehrmals täglich.

Nicht nur damit sind die befragten CHIP Online Nutzer ihrer Zeit voraus. Schon heute gehen 81,6 Prozent von ihnen privat von zu Hause aus mit DSL online. Damit gehört diese Zielgruppe klar zu den so genannten "Early Adopters" - nach Informationen des Branchenverbandes "Breko", in dem sich die Wettbewerber der Deutschen Telekom zusammengeschlossen haben, gibt es derzeit in Deutschland erst etwa zehn Millionen DSL-Internetzugänge.

Der Breitband Report 2006 steht in Auszügen zum Download bereit unter www.der-breitband-report.de.



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