CDU-Politikerin kritisiert Finanzministerium wegen Biosprit-Steuer
dpa, Verivox
Berlin (dpa) - Die CDU-Umweltpolitikerin Katherina Reiche hat das Bundesfinanzministerium wegen des Verzichts auf Änderungen bei der Biosprit-Steuer scharf kritisiert. "Es gehen Arbeitsplätze verloren, es geht Know-how verloren", sagte die stellvertretende Vorsitzende der Unions-Bundestagsfraktion in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa in Berlin. Sie könne nicht nachvollziehen, warum das Finanzministerium die beschlossene nächste Steuerstufe im kommenden Jahr nicht aussetzen wolle, obwohl die Branche wegen Absatzproblemen unter Druck sei.
- Anzeige -
Reiche warf dem Finanzministerium vor, die mittelständische Biokraftstoffindustrie in Gefahr zu bringen. Dann rentierten sich Investitionen für die Biosprit-Industrie nicht mehr. Sie forderte Änderungen. "Ich finde es angemessen, wenn wir die nächste Stufe der Steuererhöhung aussetzen und auch über eine erhöhte Quote bei der Beimischung nachdenken", sagte die Umweltpolitikerin. "Wir sollten dafür sorgen, dass der Engpass, der besteht, überbrückt werden kann."
Die Parlamentarische Finanz-Staatssekretärin Barbara Hendricks (SPD) hatte nach Bundestagsangaben am Mittwoch im Finanzausschuss erklärt, sie plane keine Änderung der Biosprit-Steuer. Sie soll demnach im kommenden Jahr wie beschlossen um 6 Cent auf 15 Cent pro Liter steigen. Die Biokraftstoffbranche sieht rund 100 000 Jobs in Gefahr. Das Aussetzen der nächsten Stufe der Biodiesel-Steuer kostet nach Angaben von Reiche 180 Millionen Euro. Darüber müsse mit den Haushältern gesprochen werden, sagte sie.
Weitere Nachrichten vom 11.10.2007
- Protestaktion gegen Kohlekraftwerk startet schleppend
- Wärmegesetz: Koalition streitet über Mieterrechte
- Für Kaminöfen gelten bald Grenzwerte
- Neuer EnBW-Chef erwartet höhere Strompreise
- Urteil zu Windkraft entfacht politischen Streit
- iPhone-Exklusivvertrag zwischen Apple und AT&T beschäftigt Gericht
- Platzeck: Ausstieg aus Braunkohle unverantwortbar
- Neuer RWE-Chef Großmann: Unabhängigkeit bewahren
- Congstar bleibt hinter Erwartungen zurück
- Auch für LCD-Monitore gilt ein Mindestabstand
- Telefónica o2 investiert 3,5 Milliarden Euro in Deutschland
- Leuchtendes Windrad - IBA präsentiert Kunstprojekt bei Klettwitz
- Sony Ericsson verdient im 3. Quartal weniger
- Drillisch hält sich Komplettübernahme von Freenet offen
- Bio-Kraftstoff-Pläne Chinas und Indiens bedrohen Wasserversorgung
- Firefox bald auch für Handys
- Energiesparlampen für Hilfsprojekte in Afrika
- Windradhersteller REpower kooperiert mit TU Hamburg
- Studie zur Nutzung von Wärme aus Biogasanlagen erschienen
- STRATO bringt Homepage-Baukasten für Handys
- EU soll Wasserstofftechnologie mit knapp 500 Millionen Euro fördern
- Osteuropäer beschließen alternative Energieversorgung zu Russland
- Unions-Fraktion lehnt Gabriel-Entwurf für Wärmegesetz ab
- Krümmel und Brunsbüttel bleiben bis nächstes Jahr abgeschaltet

