CDU lehnt Öffnung der Wälder für Windräder ab - Grüne: Unsinn
Die Grünen-Landtagsfraktion nannte die von der CDU formulierte "pauschale Ablehnung der Windkraft im Wald unsinnig". Das SPD- geführte Umweltministerium warf der CDU Stimmungsmache vor und betonte, die CDU habe sich mancherorts bereits für Windräder im Wald ausgesprochen. Die FDP nannte die Erklärungen der CDU zur Windkraft im Wald "windig".
Der CDU-Politiker Licht sprach dagegen von einem "Gefälligkeitsgutachten", das die Landesregierung bei der Arbeitsgemeinschaft Windenergie und der Universität Kaiserslautern in Auftrag gegeben und kürzlich vorgestellt habe. Demnach sollten schon in einem ersten Schritt 437 Windkraftanlagen im Staatswald in Rheinland-Pfalz errichtet werden können, davon etwa die Hälfte im Hunsrück.
"Landschafts- und Naturschutz sowie die Schutzbelange der Bevölkerung werden hier völlig ignoriert", kritisierte Licht. Demgegenüber erklärte der energiepolitische Sprecher dert Grünen im Landtag, Bernhard Braun: "Es gibt durchaus geeignete Standorte für Windräder im Wald, die ökologisch nicht nachteilig sind." Da durch ein einziges Windrad jährlich 3 Tonnen Schwefeldioxid und 2,5 Tonnen Stickoxide vermieden werden könnten, müsse es heissen: "Windkraft führt nicht zum Waldsterben, sondern verhindert Waldsterben". Zudem würden Standorte für Windkraftanlagen nur in Absprache mit den jeweiligen Kommunen und nicht über die Köpfe der Bürger hinweg ausgewählt.
Weitere Nachrichten vom 19.05.2004
- 01081: Ortsgespräche für 0,5 Cent
- Chaos Computer Club kritisiert EU-Entscheidung zu Softwarepatenten
- Vorsorge für Atomunfall: Jodtabletten werden ausgetauscht
- Frankreichs Energie-Konzerne: EDF und GDF bleiben trotz Börsengang staatlich
- T-Online setzt Breitband-Offensive fort - Hauptversammlung in Köln
- Vorstand und Aktionäre bei mobilcom streiten um UMTS-Milliarden
- RAG beschliesst Zechenschliessungen - Neuausrichtung des Konzerns
- EU-Kommission genehmigt milliardenschwere deutsche Kohle-Hilfen
- Google auf Crashkurs mit Microsoft
- AT&T kehrt ins Mobilfunkgeschäft zurück
- Käsebrötchen statt Dividende - Telekom-Kleinanleger wollen Handfestes
- Telekom wegen Mautdebakel und Dividendenausfall unter Beschuss
- EU führt Software-Patente ein
- Matschie: Öko-Steuer dient Rentenversicherung
- 500 Aktionäre zur mobilcom-HV erwartet - Ex-Chef Schmid kommt

