CDU lehnt Öffnung der Wälder für Windräder ab - Grüne: Unsinn

dpa
Bild: Stromleitungen


Weitere Informationen

gesamtes Archiv
RSS-Feed abonnieren



Mainz (dpa/lrs) - Die CDU in Rheinland-Pfalz ist strikt dagegen, dass sich künftig auch in staatlichen Wäldern Windräder zur Energieerzeugung drehen. Mit dieser Ablehnung stiess die Fraktion am Dienstag sowohl auf Widerspruch des Umweltministeriums in Mainz als auch der anderen im Landtag vertretenen Parteien.

- Anzeige -
Der umweltpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Alexander Licht, warf der SPD/FDP-Landesregierung einen "Paradigmenwechsel in der Standortfrage für Windkraftanlagen" vor. Das Land wolle sich offenbar mit Pachteinnahmen von 7 000 bis 16 000 Euro pro Windkraftanlage und Jahr künftig finanzielle Mehreinnahmen sichern. Das Umweltministerium erklärte, den von der CDU behaupteten Paradigmenwechsel in Sachen "Windkraft im Wald" gebe es nicht.

Die Grünen-Landtagsfraktion nannte die von der CDU formulierte "pauschale Ablehnung der Windkraft im Wald unsinnig". Das SPD- geführte Umweltministerium warf der CDU Stimmungsmache vor und betonte, die CDU habe sich mancherorts bereits für Windräder im Wald ausgesprochen. Die FDP nannte die Erklärungen der CDU zur Windkraft im Wald "windig".

Der CDU-Politiker Licht sprach dagegen von einem "Gefälligkeitsgutachten", das die Landesregierung bei der Arbeitsgemeinschaft Windenergie und der Universität Kaiserslautern in Auftrag gegeben und kürzlich vorgestellt habe. Demnach sollten schon in einem ersten Schritt 437 Windkraftanlagen im Staatswald in Rheinland-Pfalz errichtet werden können, davon etwa die Hälfte im Hunsrück.

"Landschafts- und Naturschutz sowie die Schutzbelange der Bevölkerung werden hier völlig ignoriert", kritisierte Licht. Demgegenüber erklärte der energiepolitische Sprecher dert Grünen im Landtag, Bernhard Braun: "Es gibt durchaus geeignete Standorte für Windräder im Wald, die ökologisch nicht nachteilig sind." Da durch ein einziges Windrad jährlich 3 Tonnen Schwefeldioxid und 2,5 Tonnen Stickoxide vermieden werden könnten, müsse es heissen: "Windkraft führt nicht zum Waldsterben, sondern verhindert Waldsterben". Zudem würden Standorte für Windkraftanlagen nur in Absprache mit den jeweiligen Kommunen und nicht über die Köpfe der Bürger hinweg ausgewählt.



Weitere Nachrichten vom 19.05.2004

Kostenlose Beratung
0800 80 80 890
Mo-Fr 8-20 Uhr
Sa 9-16 Uhr

Häufig gestellte Fragen
Skype Video-Beratung
Verivox ist ausgezeichnet
Benachrichtigungsservice
Aktuelle Tarifangebote für
Sie zusammengestellt.
Wechseln über Verivox
Herr Müller zeigt, wie's geht. Herr Müller
  • Schnell und einfach sparen
  • Über 12 Jahre Erfahrung
  • Über 4 Millionen Kunden
mehr Vorteile
Services
Geschäftspartner
MeinVerivox
  • Newsletter mit Spartipps
  • Aktionen & neue Tarife
  • Aufträge verfolgen