BVDW: Mobile Internet vor dem Durchbruch zum Massenmarkt

Verivox | 14.11.2007
Bild: Hand mit Smartphone

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Bonn/Düsseldorf - Mehr als 60 Experten haben beim Fokustag der Fachgruppe Mobile im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. über den aktuellen Entwicklungsstand des Mobile Internet diskutiert. Demnach steht das Mobile Internet kurz vor dem Durchbruch zum Massenmarkt. So konnte Olav A. Waschkies (Pixelpark AG), Leiter des Arbeitskreises Mobile Internet und Entertainment, die ersten Usability Regeln für das Mobile Internet vorstellen. Als einen der wesentlichen Erfolgsfaktoren für den Durchbruch mahnten die anwesenden Experten die beschleunigte Entwicklung eines herstellerunabhängigen Browsers für Mobile Internet an.

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Bereits in der Keynote ging Rainer Bastian (Tecon Terenci) auf das hervorragende Potential des Mobile Internets ein, wies allerdings darauf hin, dass die User in ihren konkreten situativen Nutzungsumgebungen "abgeholt werden" müssten. Die anschließende Diskussion der Experten machte noch einmal deutlich, dass es die Kluft zwischen der potenziellen Reichweite und einer entsprechenden Darstellungsqualität zu überbrücken gelte. "Schließlich erwarten die Kunden zurecht die für ihr Endgerät optimale Darstellungsform", so Mark Wächter (MWC Consulting), Vorsitzender der Fachgruppe Mobile. Mit der dritten Generation des "T-Mobile web’n’walk" Portals präsentierte Martin Peters (T-Mobile) den Teilnehmern des Fokustags ein Beispiel für eine vernetzte Mobile Internet-Lösung.

Insgesamt bemängelten die Experten jedoch Defizite in Sachen Darstellung, die sie nicht zuletzt auf fehlende Browserstandards zurück führen. "Einen Engpass stellt derzeit die uneinheitliche Implementierung von Browsern auf Endgeräten durch die Hardwareindustrie dar", so der stellvertretende Vorsitzende der Fachgruppe Mobile, Frank Vahldiek (Vodafone Deutschland). Die Fachgruppe Mobile unterstreicht daher ihre Forderung nach einer beschleunigten Entwicklung eines hardwareherstellerübergreifenden Standards auf deutlich höherem Niveau als das heute der Fall ist.

"Der Schlüssel zum Durchbruch liegt immer noch in den Standards", pflichtet Mark Wächter bei. Hier sieht die Fachgruppe einen wesentlichen Schwerpunkt ihrer Arbeit, die bereits erste Früchte trägt. So entwickelte der Arbeitskreis Mobile Marketing in den zurückliegenden Monaten unter Federführung von Christoph Wilke (Sevenval) die EMEA Mobile Web Advertising Richtlinien. Durch die Entwicklung eines gemeinsamen Methodenmodells mit der Arbeitsgemeinschaft Online-Forschung (AGOF), das valide Reichweiten für Mobile Advertising zum Ziel hat, soll Werbung auf mobilen Endgeräten weiter Vorschub geleistet werden. Die Resonanz der Werbetreibenden - auch auf internationaler Bühne – auf diesen Vorstoß war und ist in jedem Fall durchweg positiv. Mit vorzeigbaren Ergebnissen rechnen die Experten im dritten oder vierten Quartal 2008.



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