Bush dringt auf Bau von mehr Atomkraftwerken und Raffinerien
Nach den Worten von Bush hält die Energieversorgung derzeit nicht mehr schnell genug mit der Nachfrage der wachsenden US-Wirtschaft Schritt. Ausserdem soll die Abhängigkeit der USA von ausländischen Energieversorgern kleiner werden.
Vertreter der oppositionellen Demokraten bemängelten unter anderem, dass Bush die US-Bürger nicht zum Energie sparen aufgerufen habe und dass umweltfreundliche Energiegewinnung aus Sonne oder Windkraft vom Staat zu wenig unterstützt würden.
Bush kündigte an, dass er sich beim bevorstehenden G-8-Gipfel im Juli dafür einsetzen wolle, dass Länder mit grossem Wirtschaftswachstum wie China und Indien ihren Energieverbrauch drosseln. Als Möglichkeiten nannte der US-Präsident den Einsatz moderner Technologien bei der Gewinnung von Energie aus Kohle sowie aus Atomkraftwerken.
Beim Bau der ersten vier Atomkraftwerke sollen nach den Vorstellungen von Bush die Unternehmen vom Staat gegen Millionenausfälle im Fall von Verzögerungen beim Genehmigungsprozess versichert werden.
Die letzte Baugenehmigung für ein Atomkraftwerk stammt aus dem Jahr 1973. Es dauerte rund 20 Jahre, bis das Kraftwerk ans Netz ging.
Zudem will der Präsident verlassene Militärgelände für den Bau von Raffinerien öffnen. Nach seinen Worten wurde die letzte neue Raffinerie 1976 gebaut.
Mangelnde Raffineriekapazität wird in den USA für die rasant gestiegenen Benzinpreise verantwortlich gemacht. Allerdings kostet ein Liter Sprit dort im Durchschnitt immer noch nur 0,45 Euro.
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