Bundeswirtschaftsminister will Zusatzgewinne der Energiekonzerne kassieren
Düsseldorf - Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) will die Zusatzgewinne der Energieversorger durch eine Verlängerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken einkassieren und teilweise in den Ausbau erneuerbarer Energien investieren. Längere Laufzeiten bei zumeist abgeschriebenen Kernkraftwerken brächten den Betreibern einen unverhofft großen Zusatzgewinn, sagte Brüderle dem "Handelsblatt" vom Freitag. Der Bundesregierung ginge es dabei nicht darum, schöne Geschenke zu machen, sondern diese milliardenschweren Zusatzgewinne aus der Laufzeitverlängerung zu einem noch auszuhandelnden Teil in den Umstieg in erneuerbare Energien zu investieren.
Im Koalitionsvertrag hatten sich Union und FDP nicht konkret festgelegt, wie die Zusatzgewinne der Energiekonzerne verwendet werden sollen. "Dreh- und Angelpunkt einer solchen Investitionsoffensive in erneuerbare Energien ist die Forschung, vor allem bei der Speichertechnologie", sagte der neue Minister weiter. "So kann Deutschland seinen international führenden Platz auf diesem Gebiet behaupten."
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