Bundesverband Windenergie fordert Erdkabel statt Freileitung
Die E.ON hat jedoch, wie das schleswig-holsteinische Wirtschaftministerium bestätigt, für alle drei Standorte Freileitungen beantragt und führt dafür Kostengründe ins Feld. "Das Planfeststellungsverfahren läuft", sagte Ministeriumssprecher Harald Haase am Dienstag. Der BWE setzt sich dagegen für die Erdkabelvariante ein, ebenso wie etwa auch der Bauernverband und die Kreistage aller drei betroffenen Kreise mit entsprechenden einstimmigen Appellen. Die Verbindung zwischen Breklum (Kreis Nordfriesland) und dem Knotenpunkt Flensburg etwa sei innerhalb kürzester Zeit zu realisieren, betonte Albers und verwies dabei entsprechende Vorarbeiten.
Die Firma "GEO" (Gesellschaft für Gesellschaft für Energie und Oekologie) in Enge-Sande (Kreis Nordfriesland) hat eigenen Angaben zufolge den Bauantrag für den kompletten Leitungsverlauf antragsfertig unter Dach und Fach, inklusive der schriftlichen Zustimmung aller Landanlieger. Eine Freileitung dagegen, das hätten betroffene Landbesitzer bereits angekündigt, sei nur mit Hilfe von Enteignungen durchzusetzen, erklärte Hermann Albers: "Wir alle wissen doch, wie lange so etwas dauert." Und für die Windmüller dränge angesichts stetiger weiterer Verluste die Zeit.
Aus Ministeriumssicht führt jedoch an der Freileitung kein Weg vorbei: "Erdkabel ist kein Thema für uns", betonte Harald Haase mit Verweis auf die doppelt so hohen Kosten. Schon darum würde ein solches Projekt auch von der in das Verfahren eingebundenen Bundesnetzagentur gar nicht genehmigt. Denn die erhöhten Kosten würden auf die Konsumenten umgelegt.
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