Bundesumweltministerium gegen Atom-Lobby: Endlagerpolitik bleibt
"Schacht Konrad muss jetzt zügig ausgebaut werden, damit er spätestens im Jahre 2012 in Betrieb gehen kann", forderte Hohlefelder. Auch der Salzstock Gorleben sei nach jetzigem Stand als Endlager geeignet. "Eine alternative Standorterkundung vor Abschluss der Arbeiten in Gorleben, etwa auf Basis eines Endlagersuchgesetzes, würde die Endlagerung um Jahrzehnte verschieben und zu zusätzlichen Kosten in Milliardenhöhe führen." Die alternative Standorterkundung sei nicht Gegenstand der Vereinbarung zwischen Bundesregierung und Energieversorgungsunternehmen.
Dies wies der Sprecher des Bundesumweltministeriums zurück. "An der Notwendigkeit für eine alternative Standortsuche nach einem Endlager für hochradioaktiven Atommüll hat sich durch das Gerichtsurteil nichts geändert." Hier müsse der Standort höchsten Ansprüchen genügen, die Entscheidung darüber "für die nächsten paar hundert Generationen Bestand haben". Zur Forderung nach zügigem "Konrad"-Ausbau sagte der Sprecher: "Der Respekt vor den Klägern gebietet es, keine Fakten zu schaffen, solange das Urteil keine Rechtskraft erlangt hat." Die gebe es erst nach der Entscheidung über die von der Stadt Salzgitter angekündigte Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht gegen das OVG, das eine Revision der Kläger gegen seine Urteile zum Ausbau nicht zulassen wollte.
Weitere Nachrichten vom 12.07.2006
- Informative Stromrechnung für Haushaltskunden - Modellversuch in Heidelberg
- Atomenergie: Merkel will bei G8-Gipfel Koalitionsvertrag beachten
- Stoiber: Energie-Mix schafft Energiesicherheit
- Putin und Bush wollen Nuklear-Kooperation ausbauen
- 280,5 Millionen Strafe für Microsoft: EU will mehr Wettbewerb
- Google startet Video-Angebot in Deutschland
- Blair setzt auf Atomenergie - Nach drei Jahrzehnten wieder neue AKWs?
- Worldwatch: Ungehemmter Handyboom bedroht Menschenaffen im Kongo
- Umweltschützer kritisieren britische Atom-Pläne
- IEA: "Geopolitische Ungewissheiten" schrauben Ölpreis hoch
- Protest gegen Bush: Greenpeace erklettert Marienkirche in Stralsund
- Autogas bleibt auf der Überholspur: Bundestag verlängert Steuerbegünstigung bis 2018
- Union begrüßt Bushs Forderung nach Ausbau der Atomkraft
- Ring warnt vor Medien-Engagement von Handy- und Internetfirmen
- Zeitung: Time Warner erwartet Ergebniseinbruch bei AOL
- Britische Regierung für Bau von neuen Atomkraftwerken
- SPD: Merkel muss Bushs Position zu Kernenergie widersprechen

