Bundesnetzagentur fordert zügige Klärung zum Stromausfall
Die im Zusammenhang mit dem Stromausfall häufig angesprochene Frage von Investitionen in den Ausbau der Übertragungsnetze sollte nach den Worten Kurths von den Ursachen des Stromausfalls getrennt werden. Auch vor dem Ereignis sei zwischen allen Beteiligten unstrittig gewesen, dass ein Ausbau der Übertragungsnetze "dringlich und vordringlich" sei.
E.ON hatte den Untersuchungsbericht am Dienstag der Bundesnetzagentur zugestellt und am Mittwochvormittag in einem mehrstündigen Gespräch mit Behördenvertretern erläutert. In dem Bericht werden menschliche Fehleinschätzungen als wesentliche Ursache für den Stromausfall genannt. Dies sei "sicherlich auch nach unserer Einschätzung ein Hauptgrund gewesen", sagte Kurth. Dennoch gebe es weiteren Klärungsbedarf. So sei etwa bei den beiden Mitarbeitern zu prüfen, ob Verhaltensregeln nicht eingehalten worden seien. "Liegt hier nur menschliches Versagen vor oder muss dieses Regelwerk vielleicht angepasst werden?"
In 17 vorangegangenen Fällen sei der als Auslöser genannte Schiffstransport ohne Zwischenfälle abgelaufen, sagte Kurth. Es könne daher nach bisherigen Kenntnissen nicht von "einem außergewöhnlichen Ereignis" ausgegangen werden. Offenbar seien auch die Sicherheitsregelungen in unterschiedlichen Höchstspannungsnetzen nicht gleich. So seien etwa die Überlastgrenzen bei E.ON und RWE unterschiedlich.
Die Bundesnetzagentur sei weiterhin in der "Sachverhaltsaufklärung" und werde "in alle Richtungen ermitteln, um letzten Ende genau sagen zu können, was die Ursache für den Stromausfall war". Das Ergebnis werde nach Abschluss der Ermittlungen der Öffentlichkeit vorgestellt.
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