• Seite drucken
  • Schriftgröße klein
  • Schriftgröße normal
  • Schriftgröße groß

Bundesnetzagentur fordert zügige Klärung zum Stromausfall

dpa | 17.11.2006
Bild: Stromleitungen


gesamtes Archiv
 RSS Feed abonnieren
Bonn (dpa) - Nach Vorlage eines ersten Untersuchungsberichts des Energiekonzerns E.ON zum europaweiten Stromausfall vom 4. November hat die Bundesnetzagentur eine zügige Klärung gefordert. E.ON sei ein Fragenkatalog zugeschickt worden, bei dem es teils um direkte Fragen zum Bericht des Konzerns gehe, sagte der Präsident der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, am Freitag in Bonn. "Auch ein bis an die Grenzen belastetes Netz darf nicht ausfallen", sagte Kurth. Die Sicherheitsregelungen zur Zu- und Abschaltung von Stromerzeugern und Verbrauchern seien ja gerade geschaffen worden, "um auf die Grenzsituation der Belastung angemessen reagieren zu können".

- Anzeige -
Nach dem Stromausfall laut gewordene Behauptungen, die Stromversorgung in Deutschland sei unsicher, wies Kurth als überzogen zurück. Bisher vorliegende Erkenntnisse stützten das nicht. Der Stromausfall vom 4. November und auch die durch das Umknicken von Strommasten im November 2005 ausgelösten Ausfälle im Münsterland sehe er als Einzelfälle an, von denen nicht auf den Allgemeinzustand der Stromversorgung geschlossen werden dürfe.

Die im Zusammenhang mit dem Stromausfall häufig angesprochene Frage von Investitionen in den Ausbau der Übertragungsnetze sollte nach den Worten Kurths von den Ursachen des Stromausfalls getrennt werden. Auch vor dem Ereignis sei zwischen allen Beteiligten unstrittig gewesen, dass ein Ausbau der Übertragungsnetze "dringlich und vordringlich" sei.

E.ON hatte den Untersuchungsbericht am Dienstag der Bundesnetzagentur zugestellt und am Mittwochvormittag in einem mehrstündigen Gespräch mit Behördenvertretern erläutert. In dem Bericht werden menschliche Fehleinschätzungen als wesentliche Ursache für den Stromausfall genannt. Dies sei "sicherlich auch nach unserer Einschätzung ein Hauptgrund gewesen", sagte Kurth. Dennoch gebe es weiteren Klärungsbedarf. So sei etwa bei den beiden Mitarbeitern zu prüfen, ob Verhaltensregeln nicht eingehalten worden seien. "Liegt hier nur menschliches Versagen vor oder muss dieses Regelwerk vielleicht angepasst werden?"

In 17 vorangegangenen Fällen sei der als Auslöser genannte Schiffstransport ohne Zwischenfälle abgelaufen, sagte Kurth. Es könne daher nach bisherigen Kenntnissen nicht von "einem außergewöhnlichen Ereignis" ausgegangen werden. Offenbar seien auch die Sicherheitsregelungen in unterschiedlichen Höchstspannungsnetzen nicht gleich. So seien etwa die Überlastgrenzen bei E.ON und RWE unterschiedlich.

Die Bundesnetzagentur sei weiterhin in der "Sachverhaltsaufklärung" und werde "in alle Richtungen ermitteln, um letzten Ende genau sagen zu können, was die Ursache für den Stromausfall war". Das Ergebnis werde nach Abschluss der Ermittlungen der Öffentlichkeit vorgestellt.



Weitere Nachrichten vom 17.11.2006

MeinVerivox
  • Newsletter mit Spartipps
  • Aktionen & neue Tarife
  • Aufträge verfolgen
Kostenlose Beratung
Verivox Hotline
0800 80 80 890 (kostenlos)
Servicezeiten
Benachrichtigungsservice
Aktuelle Tarifangebote für
Sie zusammengestellt.
Wechseln leicht gemacht
Herr Müller zeigt, wie's geht.

Herr Müller
Tarifwechsel ganz einfach
Services
Ratgeber
Geschäftspartner