Bundeskartellamt untersucht Strommarkt

AFP | 14.03.2007
Bild: Stromleitungen


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Hamburg (AFP) - Das Bundeskartellamt will aufklären, ob am deutschen Strommarkt Preise künstlich nach oben getrieben wurden. "Wir werden die Daten auswerten und die EU-Kommission bei ihren Ermittlungen unterstützen", sagte Kartellamtschef Ulf Böge der "Financial Times Deutschland" (Mittwochausgabe). Dem Verdacht des Marktmissbrauchs "muss nachgegangen werden". Die Behörde führe aber kein eigenes Verfahren durch. Es sei noch "viel zu früh einen Marktmissbrauch zu behaupten. Dazu bedarf es belastbarer Beweise", sagte Böge. "In einem Markt kann natürlich durch Angebotsverknappung oder starke Nachfrage der Preis nach oben getrieben werden. Entscheidend ist aber, was die genauen Ursachen sind und ob Marktmacht missbraucht wird."

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Der sächsische Wirtschafts- und Arbeitsminister Thomas Jurk nahm die Leipziger Strombörse EEX in Schutz. "Weder der Börsenaufsicht noch offenbar der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht liegen Beschwerden von Handelsteilnehmern oder Dritten darüber vor, dass an der EEX Marktpreismanipulationen stattfinden", sagte er. Etwaige Vorwürfe der Preistreiberei könnten sich ohnehin nur gegen Marktteilnehmer richten. Die Börse sei nur der "Marktplatz" für Strom und könne daher nicht der Verursacher einer Preistreiberei sein", sagte er.


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