Bundeskartellamt überprüft Gaspreis-Erhöhungen
dpa
Bonn/Hamburg (dpa/lnw) - Das Bundeskartellamt hat sich in den Streit um die jüngsten Gaspreiserhöhungen eingeschaltet. Eine Sprecherin des Kartellamts bestätigte am Donnerstag einen entsprechenden Bericht der "Bild"-Zeitung, wonach bundesweit bei mehreren Gasversorgern überprüft werde, ob die Preiserhöhungen um bis zu zehn Prozent gerechtfertigt waren.
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Hintergrund seien Beschwerden von Verbrauchern, Verbänden und von Unternehmen, sagte die Sprecherin der dpa. Nun würden im Rahmen einer Vorprüfung Preisstrategie und Kostenstrukturen der Versorger überprüft, um zu sehen, ob sie ihre marktbeherrschende Stellung ausnutzten. Ein förmliches Missbrauchsverfahren sei noch nicht eingeleitet worden. "Wir sind noch in einem sehr frühen Stadium", sagte die Sprecherin. Die betroffenen Versorger wollte sie nicht nennen.
Die E.ON-Tochter E.ON Hanse bestätigte unterdessen in Quickborn (bei Hamburg), dass ihre jüngste Gaspreiserhöhung untersucht werde. Das Verfahren sei aufgrund eines Hinweises des Grundstückseigentümer- Verbandes eingeleitet worden. "Wir glauben, dass es uns gelingen wird, darzulegen, dass die Preiserhöhung nicht missbräuchlich erfolgt ist", sagte eine Unternehmenssprecherin. In der nächsten Woche finde ein Gespräch zwischen E.ON Hanse und der Behörde statt. Dabei werde das Unternehmen darauf hinweisen, dass sich die eigenen Preise im "guten Mittelfeld" bewegten.
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