Bundeskabinett lehnt Sonderbehandlung von Braunkohlekraftwerken ab
Der sächsische Wirtschaftsminister warnte vor einer Schlechterstellung der Braunkohle. "Sie ist auf mittlere Sicht unverzichtbar für eine sichere, kalkulierbare und finanzierbare Energieversorgung", sagte Jurk. Mit einem Anteil von rund einem Viertel am Strommix sei die Braunkohle derzeit nicht zu ersetzen. Es gehe um Gleichbehandlung mit Steinkohle und Gas. In Sachsen arbeiten nach seinen Angaben die weltweit modernsten Braunkohlekraftwerke. Der saarländische Ministerpräsident Peter Müller (CDU) hatte "eine gewisse Privilegierung der Braunkohle" als gerechtfertigt bezeichnet.
Die Unternehmen müssen die Emissionen von 2008 an nach Angaben von Gabriel um insgesamt 57 Millionen Tonnen pro Jahr im Vergleich zur ersten Handelsperiode senken. In der Pilotphase von 2005 bis 2007 waren es zwei Millionen Tonnen pro Jahr. Die große Koalition plant von 2008 an eine Versteigerung der bisher kostenlosen Verschmutzungsrechte. Die Stromindustrie soll sich nach bisherigen Vorschlägen aus der Koalition stärker am Klimaschutz beteiligen und Rechte zukaufen. Die EU-Kommission erlaubt eine Versteigerung von einem Zehntel. Die Stromwirtschaft warnt vor steigenden Preisen.
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