Bundesamt für Strahlenschutz prüft Optionen für Endlager

dpa | 02.06.2009
Bild: Behälter für Giftstoffe

Weitere Informationen

gesamtes Archiv
RSS-Feed abonnieren



Frankfurt/Gorleben - Laut Meinung des Präsidenten des Bundesamtes für Strahlenschutz, Wolfram König, sollen auf der Suche nach einem deutschen Atommüll-Endlager mehrere Möglichkeiten geprüft werden. König ist der Meinung, beziehe man alle geeigneten Gesteinsformationen ein, also neben Salz auch Ton und Granit, ergäben sich eine ganze Reihe Regionen, die genauer untersucht werden sollten. Die meisten lägen in Baden-Württemberg, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg sowie Mecklenburg-Vorpommern, sagte König der Internetausgabe der "Frankfurter Rundschau", "FR-online.de" am Montag.


- Anzeige -

Bisher ist nur der Salzstock Gorleben im niedersächsischen Wendland bereits untersucht und für ein mögliches Endlager vorbereitet worden. Atomkraftgegner hatten das Bergwerks-Gelände am Freitag gestürmt und einige Zeit besetzt gehalten.

König spricht sich dafür aus, neben Gorleben auch andere mögliche Endlager-Standorte zu prüfen. Es müsse ein "faires und transparentes" Auswahlverfahren geben. "Ich bin mir sicher, dass es schon allein aus Gründen der Rechtssicherheit durchgeführt werden wird", sagte König und verwies auf das Beispiel der Schweiz.

Er hält die Entscheidung Niedersachsens für Gorleben als Endlager-Standort in den 70er Jahren nicht für ausreichend nachvollziehbar. "Auf welcher Grundlage die zuständige Landesregierung Niedersachsens dann Gorleben bestimmt hat, ist trotz vieler Versuche der wissenschaftlichen und politischen Aufarbeitung nebulös geblieben."

Der begonnene Ausbau des Salzstocks Gorleben zu einem möglichen Endlager hat deutlich höhere Kosten verursacht als bei einer bloßen Erkundung angefallen wären. Bisher sollen die vor 30 Jahren gestarteten Arbeiten in Gorleben rund 1,5 Milliarden Euro gekostet haben. Die reine Erkundung eines Standorts auf eine Eignung als Atom-Endlager kostet nach Königs Angaben rund 400 bis 500 Millionen Euro. Dies gehe auf eine Untersuchung des Bundesamtes für Strahlenschutz vor fünf Jahren zurück, sagte ein Sprecher der Behörde in Salzgitter.



Weitere Nachrichten vom 02.06.2009

Anzeige
Mit RWE SmartHome bis zu 40% Energie sparen, unab­hängig vom Stromanbieter Zu den Aktionsangeboten
Verivox ist ausgezeichnet
Benachrichtigungsservice
Aktuelle Tarifangebote für
Sie zusammengestellt.
Wechseln über Verivox
  • Schnell und einfach sparen
  • Über 12 Jahre Erfahrung
  • Über 4 Millionen Kunden
mehr Vorteile
Wechseln leicht gemacht
Herr Müller zeigt, wie's geht.
Herr Müller
Tarifwechsel ganz einfach
Services
Geschäftspartner
MeinVerivox
  • Newsletter mit Spartipps
  • Aktionen & neue Tarife
  • Aufträge verfolgen