Bund zahlte 453 Millionen Euro für Schachtanlage Asse II
Berlin - Mehr als 453 Millionen Euro hat die Bundesregierung zwischen 1962 und 1997 insgesamt in den Bau der Schachtanlage Asse II investiert. Dies geht aus einer zu Wochenbeginn in Berlin veröffentlichten Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen zur Mittelverwendung des ehemaligen Asse-Betreibers Gesellschaft für Strahlen- und Umweltforschung (GSF) hervor. Es heißt, die Mittel seien zweckgebunden ausgegeben worden, was den damaligen Regeln entsprochen habe.
In dem ehemaligen Salzbergwerk lagern etwa 126 000 Fässer mit schwach und mittelradioaktivem Atommüll. Die Grube droht voll Wasser zu laufen und ist einsturzgefährdet. Der jetzige Betreiber, das Bundesamt für Strahlenschutz (BSF), will die Abfälle aus der Asse herausholen. In Niedersachsen untersucht derzeit ein Parlamentarischer Untersuchungsausschuss die Pannen und Schlampereien bei der Einlagerung von Atommüll in die Asse.
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