Bund und EnBW wollen an Erdwärme-Projekt Bad Urach festhalten
dpa | 24.06.2004
Karlsruhe/Bad Urach (dpa/lsw) - Der Bund und Die Energie Baden- Württemberg (EnBW) wollen an dem wegen Geldmangels vorerst gestoppten Projekt zur Erdwärmenutzung in Bad Urach (Kreis Reutlingen) festhalten. "Wir prüfen die Möglichkeit, die Erschliessung des Geothermie-Reservoirs mit nennenswerten Beträgen zu unterstützen", sagte eine EnBW-Sprecherin am Donnerstag in Karlsruhe. Der Schwerpunkt des Unternehmens sei aber weiterhin der Bau eines Kraftwerks. Der Bund sagt zusätzlich 1,5 Millionen Euro für das "wichtige Pilotprojekt" zu, falls auch industrielle Partner sich weiter engagieren.
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An den Gesamtkosten von bislang 6,5 Millionen Euro beteiligen sich der Bund zu 97 Prozent, die EnBW, die Stadt Bad Urach und der Hamburger Windradhersteller Repower Systems zu drei Prozent. Die Finanzlücke von vier bis fünf Millionen Euro war nach Angaben der Stadt aufgetreten, weil die Bohrung in der Tiefe des Gesteins auf besonders widerstandsfähige Schichten gestossen war.
Das Projekt war vor wenigen Wochen nach zwei Dritteln ins Stocken geraten: Nachdem das erste der zwei Bohrlöcher bis zur notwendigen Tiefe von 4100 Metern getrieben worden war, musste die zweite Bohrung bei 2700 Metern gestoppt werden. Bei dem neben einem elsässischen Forschungsprojekt europaweit einzigen Vorhaben soll die Hitze des Gesteins in der Tiefe zur Erwärmung von Wasser genutzt werden, das mittelbar eine Turbine zur Stromerzeugung antreibt.
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