Bund der Energieverbraucher bittet Köhler um Hilfe
AFP, Verivox | 06.05.2008
Unkel (AFP) - Der Bund der Energieverbraucher hat Bundespräsident Horst Köhler aufgefordert, sich für die Rechte der Energieverbraucher einzusetzen. In Deutschland gebe es keine Beschwerdeinstanz, an die sich Verbraucher bei Problemen mit ihrem Energieversorger wenden könnten, heißt es in einem am Dienstag veröffentlichten Brief des Verbrauchervereins an Köhler. "Zigtausend" Verbraucher scheiterten beim Versuch, den Strom- oder Gasanbieter zu wechseln. Die Verbraucherzentralen könnten ihnen ebensowenig helfen wie die Bundesnetzagentur, da beiden die rechtliche Befugnis und die materielle Ausstattung fehle.
- Anzeige -
Für finanzschwache Verbraucher gebe es keinen Schutz vor einer Sperre ihrer Strom- und Gasversorgung, moniert der Bund der Energieverbraucher in seinem Schreiben. Betroffen seien jährlich etwa eine Million Verbraucher. Die Versorger bereicherten sich durch "völlig überzogene Gebühren" für Sperrung und Entsperrung. Die Bundesrepublik habe die EU-Richtlinie nicht umgesetzt, die jedem Mitgliedsland den Schutz besonders bedürftiger Verbraucher vor einer Versorgungssperre sowie einfache und günstige Beschwerdeverfahren vorschreibe, nicht umgesetzt.
- Informationen zum Stromanbieterwechsel
- Strompreise vergleichen
- Informationen zum Gasanbieterwechsel
- Gaspreise vergleichen
Weitere Nachrichten vom 06.05.2008
- Gabriel will Biosprit-Probleme durch mehr Windkraft ausgleichen
- Yahoo warnt Nutzer jetzt vor potenziell gefährlichen Seiten
- Taiwanesischer Handy-Hersteller fordert Apple mit neuem Smartphone heraus
- Russische Regierung kündigt höhere Binnenmarktpreise für Gas an
- EU-Sozialdemokraten wollen Streit um Ostseepipeline entschärfen
- Apple weicht iPhone-Vertriebsmodell auf
- Kabel-BW verspürt kräftiges Kundenplus im ersten Quartal
- Sammelklage von 400 sächsischen Gaskunden abgewiesen
- Mehrheit der Deutschen hält Daten im Internet für sicher
- Presse: EdF könnte bei British Energy zum Zuge kommen
- FAZ: Prodi lehnt Gazprom-Angebot ab
- Yahoo!-Chef will weiterhin mit Microsoft verhandeln
- Deutsche Telekom mit stabilem Ergebnis im Auftaktquartal
- Wall Street Journal: Sprint will Nextel verkaufen
- Indonesien erwägt Austritt aus der OPEC
- Vodafone wird iPhone in zehn weiteren Ländern verkaufen
- US-Ölpreis fällt leicht unter jüngsten Rekordstand

