Bürgermeister sieht Alternativen für Kraftwerk in Mecklenburg-Vorpommern
- Mecklenburg-Vorpommern: Kraftwerksgegner warnt vor Steinkohlekraftwerk
- Umweltminister Gabriel kommt wegen Kohlekraftwerk nach Greifswald
- CDU will von SPD Bekenntnis zu Steinkohlekraftwerk in Mecklenburg-Vorpommern
- Energiewerke Nord wollen Reaktorabbau in Lubmin beschleunigen
- Studie: Steinkohlekraftwerk in Lubmin höchst brisant
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Zudem gebe es eine Investorenanfrage über 50 Millionen Euro bei der Gemeinde. Das zu einer spanischen Gruppe gehörende Unternehmen wolle in Lubmin ein Verbund-Konzept von Energieerzeugung und Nahrungsmittelproduktion umsetzen. Der Investor plane ein Biomassekraftwerk, das die Energie zum Betrieb von ebenfalls geplanten Gewächshausanlagen liefert. Kühnemanns Angaben zufolge plant das Unternehmen 200 Arbeitsplätze und damit 60 mehr als Dong Energy. Nähere Angaben machte er zunächst nicht.
Unterdessen will sich die Regierungspartei SPD von ihrem Koalitionspartner CDU wegen des umstrittenen Kraftwerks nicht unter Druck setzen lassen. Ein einfaches Ja oder Nein könne es bei dem sensiblen Thema Steinkohlekraftwerk in Lubmin nicht geben, sagte der SPD-Landesvorsitzende Erwin Sellering. "Wir müssen sehr sorgfältig die offensichtlichen Vorteile - enorme Investitionen, Schaffung von Arbeitsplätzen - gegen die befürchteten Nachteile für die Umwelt und für den guten Ruf als Tourismusland und als Gesundheitsland abwägen", erklärte Sellering.
Während Regierungspartner CDU das Milliarden-Projekt befürwortet, ist in der SPD ein Streit über den Bau des Kraftwerks entbrannt. Am Sonntag wird Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) in Greifswald zu einer Podiumsdiskussion zu Klimawandel und Energiepolitik erwartet.
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