Brüderle will Wüstenstromprojekt Desertec vorantreiben
Berlin - Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle setzt bei der zukünftigen Energieversorgung wesentlich auf das internationale Wüstenstrom-Projekt Desertec in Nordafrika. Jetzt komme es darauf an, die Pläne weiter zu konkretisieren. Das forderte Brüderle am Montag nach einem Gespräch mit Vertretern der Desertec-Initiative, darunter auch Banker. Angesichts erheblicher Investitionen in Kraftwerke, vor allem aber in den Bau von Stromnetzen durch das Mittelmeer nach Spanien oder Italien müsse schnellstmöglich eine Umsetzungsstrategie für die nächsten Jahre her.
Er habe den Desertec-Vertretern deutsche Unterstützung wie zum Beispiel über die Exportförderung zugesagt, sagte der Wirtschaftsminister. Die Bundesregierung habe auf Beamtenebene eine Arbeitsgruppe unter Leitung seines Ministeriums geschaffen. Über Fragen wie Bürgschaften sei konkret bisher nicht gesprochen worden. In der Nutzung von "Strom aus der Wüste (...) steckt ein gewaltiges Potenzial sowohl zur Deckung der Stromnachfrage in der Region als auch für einen Beitrag zur Stromversorgung in der EU", sagte Brüderle. Die Initiatoren äußerten die Hoffnung, die Wirtschaftlichkeit des Projekts spätestens 2025 zu erreichen.
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