Britisches AKW "verliert" Plutonium für 7 bis 8 Atombomben
Jede Art des in Sellafield behandelten Materials müsse nach Richtlinien der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO) in Wien erfasst werden, hiess es in der "Times". "Das ist wie eine Bilanz, wir zählen alles, was hereinkommt oder hinausgeht", wurde ein Insider zitiert. Dabei könne es zu Fehlern kommen. "Es gibt immer eine Diskrepanz zwischen der physischen und der buchhalterischen Inventur", sagte eine Sprecherin des Werkes. Die britische Atomenergie-Behörde teilte mit, dass die Werte sich innerhalb internationaler Berechnungsstandards bewegten.
Atomwaffenspezialist Frank Barnaby sagte dazu dem britischen Rundfunksender BBC, es gehe bei solchen Verfahren immer eine gewisse Menge quasi verloren, dies sei jedoch "eine dramatische Entwicklung".
Die IAEO in Wien sieht sich im Zusammenhang mit dem "fehlenden" Plutonium nicht zuständig: "Wir haben in Grossbritannien keine Leute, es gibt keine Inspektoren, London hat uns nicht um Hilfe gebeten", sagte ein IAEO-Sprecher.
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