Britische Regierung für Bau von neuen Atomkraftwerken
Industrieminister Alistair Darling sagte bei der Vorstellung des Energieberichts im Unterhaus, die Entscheidung über Bau und Betrieb der neuen Anlagen sowie die Beseitigung des nuklearen Abfalls liege bei der Industrie. Zugleich kündigte die Regierung an, dass das Zulassungsverfahren zum Bau von neuen AKW erleichtert wird. Derzeit sind in Großbritannien 14 Atomkraftwerke am Netz, von denen rund 19 Prozent des Energiebedarfs auf der Insel abgedeckt werden. Gas hat einen Anteil von 40 Prozent, Kohle von 33 Prozent.
Das jüngste britische AKW wurde 1988 in Sizewell, rund 40 Kilometer nördlich von Harwich an der Nordsee, gebaut. Wenn es bei den gegenwärtigen Laufzeiten bleibt, müssten bis 2020 bis auf drei alle Anlagen abgeschaltet werden. Nach Umfragen halten sich Gegner und Befürworter der Atomkraft in Großbritannien in etwa die Waage.
Weitere Nachrichten vom 12.07.2006
- Informative Stromrechnung für Haushaltskunden - Modellversuch in Heidelberg
- Atomenergie: Merkel will bei G8-Gipfel Koalitionsvertrag beachten
- Stoiber: Energie-Mix schafft Energiesicherheit
- Putin und Bush wollen Nuklear-Kooperation ausbauen
- 280,5 Millionen Strafe für Microsoft: EU will mehr Wettbewerb
- Google startet Video-Angebot in Deutschland
- Blair setzt auf Atomenergie - Nach drei Jahrzehnten wieder neue AKWs?
- Worldwatch: Ungehemmter Handyboom bedroht Menschenaffen im Kongo
- Umweltschützer kritisieren britische Atom-Pläne
- IEA: "Geopolitische Ungewissheiten" schrauben Ölpreis hoch
- Protest gegen Bush: Greenpeace erklettert Marienkirche in Stralsund
- Autogas bleibt auf der Überholspur: Bundestag verlängert Steuerbegünstigung bis 2018
- Union begrüßt Bushs Forderung nach Ausbau der Atomkraft
- Ring warnt vor Medien-Engagement von Handy- und Internetfirmen
- Zeitung: Time Warner erwartet Ergebniseinbruch bei AOL
- Bundesumweltministerium gegen Atom-Lobby: Endlagerpolitik bleibt
- SPD: Merkel muss Bushs Position zu Kernenergie widersprechen

