Britische Presse: Bush erkennt Klimaerwärmung nun als Fakt an

dpa
Bild: Stromleitungen



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London (dpa) - US-Präsident George W. Bush hat britischen Presseberichten zufolge kurz vor dem G8-Gipfel in der strittigen Frage der Klimaerwärmung aus Sorge vor einer politischen Isolierung Zugeständnisse gemacht. Amerikanische Unterhändler hätten den federführenden Briten signalisiert, dass der Präsident nicht mehr dagegen sei, die Klimaerwärmung als Tatsache anzuerkennen, berichteten "Sunday Times" und "Observer". Bush wolle damit verhindern, dass die anderen Staaten ohne ihn eine Klimaerklärung beschliessen. Über die Erklärungen des G8-Gipfels von Mittwoch bis Freitag in Schottland berieten Vertreter der beteiligten Länder am Wochenende in London.

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Der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger übte unterdessen indirekt Kritik an der Klimapolitik der US-Regierung. In einem Beitrag für die linksliberale britische Zeitung "The Independent on Sunday" forderte er einschneidende Schritte gegen den Klimawandel. "Die Debatte ist vorbei", schrieb er. "Wir kennen die wissenschaftlichen Befunde. Wir sehen die Bedrohung, die von der Veränderung unseres Klimas ausgeht. Und wir wissen, dass jetzt die Zeit zum Handeln ist."

Schwarzenegger, der für seine eigene Klimaschutzpolitik kürzlich vom grünen Bundesumweltminister Jürgen Trittin gelobt worden war, führte aus: "Die weltweite Erwärmung bedroht die kalifornische Wasserversorgung, die öffentliche Gesundheit, die Landwirtschaft, die Küstenlinien, die Wälder - unsere gesamte Wirtschaft und Lebensweise. Wir haben keine andere Wahl als zu handeln und den Ausstoss von Treibhausgasen zu verringern."

Der Klimawandel ist neben der Armut in der Dritten Welt das wichtigste Thema des Gipfels. In der schottischen Hauptstadt Edinburgh demonstrierten am Samstag 225 000 Menschen für eine Erhöhung der Entwicklungshilfe, einen weitgehenden Schuldenerlass und einen gerechteren Welthandel.

Der schottische Kardinal Keith O?Brien verlas bei der Demonstration eine Botschaft von Papst Benedikt XVI.: "Die Völker der reichen Länder müssen dazu bereit sein, die Bürde des Schuldenerlasses der armen Länder auf sich zu nehmen." Die Politiker müssten ihren Teil dazu beitragen, eine gerechtere Verteilung der Güter in der Welt zu gewährleisten, hiess es weiter, "damit die glühende Hoffnung wahr wird, dass die Geissel der Armut eines Tages der Geschichte angehört".



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